13. Juli 2020 / Aktuell

Corona: Kreisverwaltung im Ausnahmezustand

Manche Abteilungen zurückgefahren

von JH

Die Kreisverwaltung ist seit Beginn der Corona-Pandemie im Ausnahmezustand. Alle Maßnahmen zum Gesundheitsschutz haben Vorrang, sodass die Bearbeitung anderer Anliegen nun längere Bearbeitungszeiträume in Anspruch nehmen kann. 

Pressemitteilung Kreis Gütersloh

Gütersloh. „Vogelgrippe, Schweinepest, Ehec - viele Krisen haben die Kreisverwaltung schon geschüttelt, aber das aktuelle Infektionsszenario toppt in seinem Ausmaß alles bisher Gewesene“, fasst Landrat Sven-Georg Adenauer zusammen. Von zirka 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind etwa 400 im ständigen Corona-Einsatz – seit Wochen und Monaten, auch an Wochenenden. Zum Schutz der Bevölkerung haben Gesundheitsschutz und Eindämmung der Pandemie jetzt Vorrang. Die Abteilung Gesundheit wurde zudem durch externes Personal aufgestockt. Das Pandemiegeschehen führt beispielsweise dazu, dass Mitarbeiter an völlig neuen Plätzen sitzen, komplett andere Aufgaben übernommen haben und auch für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr unter den gewohnten Telefonnummern zu erreichen sind. Die verbliebenen Leute müssen für die abgeordneten Kollegen die Arbeit mit übernehmen. 
 
Der Kreis Gütersloh wird existenzsichernde Abteilungen – Jugend, Soziales, Jobcenter – auf jeden Fall aufrechterhalten. Auch die Zulassungsstelle arbeitet wie gewohnt. Den üblichen Service kann die Kreisverwaltung aber in vielen Bereichen des Hauses momentan nicht bieten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dennoch bestrebt, für möglichst viele Anliegen eine Lösung anbieten zu können. „Ich bitte um Verständnis, das ist ein Ausnahmezustand. Das Haus arbeitet unter Volllast, wir haben alles für Corona abgezogen, was möglich ist“, erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer. 

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