2. November 2020 / Aktuell

Steigende Fallzahlen stellen Gesundheitsamt vor Herausforderung

Dr. Anne Bunte bittet Bürger*innen um Mithilfe

Corona Infektionsschutz und Maßnahmen ©pixabay.com
von AS

Wir stehen aktuell vor einer Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Aber wie geht man vor, wenn man Symptome aufweist? Wann sollte man das Gesundheitsamt kontaktieren? Was versteht man unter einer "Kontaktperson"? Alles dazu hier: 

Pressemeldung Kreis Gütersloh

Die Anzahl der Neuinfektionen steigt bundesweit rasant an und stellt Gesundheitsämter, Krankenhäuser sowie Hausärzte vor eine große Herausforderung. Im Kreis Gütersloh sind alleine von Donnerstag auf Freitag 148 Neuinfektion erfasst worden. Von aktuell 648 Infizierten im Kreisgebiet müssen 40 Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt werden. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 34 Patienten während des großen Coronaausbruchs im Sommer übertroffen.

Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes im Kreis arbeiten auf Hochtouren, um alle Listen abzuarbeiten. Darauf stehen jedoch nicht nur die Infizierten, sondern auch deren Kontaktpersonen müssen ermittelt und informiert werden. Um diese Belastung bestmöglich stemmen zu können, bittet Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit, die Bevölkerung um Mithilfe: „Diese Menge an Fallzahlen abzuarbeiten dauert und wir stoßen an unser Limit. Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, aber auch um ihre Mithilfe.“

Wer sich krank fühlt und Symptome aufweist, lässt sich in der Regel beim Hausarzt testen. Ab diesem Moment beginnt auch die Quarantäne. Der Arzt schreibt die betroffene Person krank und schickt sie in die häusliche Isolation. „Bitte rufen Sie jetzt nicht direkt das Gesundheitsamt an, sondern warten Sie, bis wir Sie kontaktieren“, betont Dr. Bunte, denn die Telefonleitungen des Gesundheitsamtes laufen heiß. „Wir telefonieren alle Listen ab und beraten jeden Einzelfall. Um mögliche Ausbruchsgeschehen schnell zu stoppen, müssen wir aber mittlerweile priorisieren“, erklärt Dr. Bunte und bittet um Verständnis. Zuerst werden Infizierte angerufen, die in sogenannten vulnerablen Bereichen leben oder arbeiten. Dazu gehören Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulante Pflege, Schulen und Kitas.

Also statt direkt zum Hörer zu greifen, sollten sich betroffene Personen in der häuslichen Isolation schon mal überlegen, wo sie sich in den vergangenen Tagen aufgehalten haben und wen sie getroffen haben. „Das sind Informationen, die wir bei der weiteren Ermittlung abfragen“, erklärt Dr. Bunte.
Symptomatische Personen, die noch auf ihr Testergebnis warten, sollten auch direkt ihre Kontaktpersonen informieren.

Achtung: Kontaktpersonen sind Leute, mit denen mindestens 15 Minuten lang ein face-to-face Kontakt bestand, wobei der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. Diese Kontaktpersonen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko und sollten sich dann direkt selber in Quarantäne begeben. Sie werden im Rahmen des Kontaktpersonenmanagements vom Gesundheitsamt angerufen und zum weiteren Vorgehen beraten. Kontaktpersonen von Kontaktpersonen sind von dieser Regelung nicht betroffen und müssen vorerst keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Dr. Bunte: „In diesen Fällen herrscht kein definiertes Infektionsrisiko, sodass diese Personen sich erst einmal keine Sorgen machen müssen. Für sie gelten wie für alle anderen auch die üblichen AHA- plus L-Regeln.“ 

Um alle Neuinfizierten schnellstmöglich anzurufen und das Arbeitsaufkommen noch bewältigen zu können, müssen die Gespräche mit dem Gesundheitsamt möglichst kurz gehalten werden. „Wir informieren und beraten natürlich. Dennoch hilft es enorm, wenn die Kontaktpersonen bereits informiert sind und deren Kontaktdaten uns direkt vorgelegt werden können“, erklärt Dr. Bunte, die gleichzeitig um Verständnis für dieses Vorgehen bittet.

Allgemeine Informationen rund um das Coronavirus gibt es außerdem auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-guetersloh.de/corona. Dort können ab sofort Kontaktlisten unter Berücksichtigung des Datenschutzes online ausgefüllt werden. Auch Kontaktpersonen können sich auf diesem Weg selber melden.

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