Vor dem Landgericht Cottbus hat am Donnerstag der Prozess um Steuerbetrug mit Einnahmen von Toilettenbenutzern begonnen. Angeklagt ist die Geschäftsführerin eines Reinigungsunternehmens aus Bestensee, die bei Steuererklärungen insgesamt 1,2 Millionen Euro unterschlagen haben soll. Die freiwilligen Entgelte sollen Kunden für WCs auf Autobahnraststätten und in Schnellrestaurants bezahlt haben. Zu den Vorwürfen äußerte sich die 49-Jährige zunächst nicht. Ihre Anwältin wollte später noch eine schriftliche Einlassung verlesen. In den Jahren 2005 bis 2008 soll die Angeklagte in acht Fällen Toilettengeld-Umsätze und die damit erzielten Gewinne verschleiert haben. Im Fall einer Verurteilung droht ihr nach Angaben von Gerichtssprecherin Susanne Becker eine Haftstrafe in Höhe von sechs Monaten bis zehn Jahren. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstermine angesetzt. Insgesamt sind nach Angaben des Gerichts 28 Zeugen geladen.
Bildnachweis: © Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
1,2 Millionen Euro Steuerbetrug mit WC-Einnahmen?
Es geht um das Geld, das Benutzer einer öffentlichen Toilette freiwillig zahlen. Die Geschäftsführerin eines Reinigungsunternehmens steht wegen Steuerhinterziehung vor dem Landgericht Cottbus.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Migration und Integration von Menschen aus Mittel- und Südosteuropa.
Familie Baturin aus Friedrichsdorf ist im Rathaus empfangen worden – Anlass war die Ehrenpatenschaft des...
- 15. Mai 2026
25. Langenachtderkunst mit großer Eröffnungsshow
200 Tänzerinnen und Tänzer stimmen auf den Abend ein.
Neueste Artikel
Nach Brandgeruch im Tower musste der Flughafen München am Abend den Betrieb stoppen. Jetzt starten wieder erste Maschinen – die Ursache für den Alarm bleibt vorerst unklar.
Drei Menschen kamen Mitte Mai bei dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses ums Leben. Nun wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Und die Polizei sucht weiter Zeugen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Nach Brandgeruch im Tower musste der Flughafen München am Abend den Betrieb stoppen. Jetzt starten wieder erste Maschinen – die Ursache für den Alarm bleibt vorerst unklar.
Drei Menschen kamen Mitte Mai bei dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses ums Leben. Nun wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Und die Polizei sucht weiter Zeugen.






