Gütersloh
„Kultur[m]“, Geomaze oder „Urban.Art.Bingo.Gütersloh“: Das sind nur einige der Projekte zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen, die der Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh zuletzt entwickelt und umgesetzt hat. Den Hintergrund bildet das in diesem Jahr (2019) aus dem Kulturentwicklungsplan hervorgegangene „Fortgeschriebene Kommunale Gesamtkonzept Kulturelle Bildung“. Und das ist jetzt von der NRW-Landesregierung ausgezeichnet worden: 15.000 Euro Preisgeld gehen nach Gütersloh. Davon wird der Fachbereich Kultur neue Angebote für Kinder und Jugendliche erarbeiten. Geplant ist zum Beispiel ein Format zur Stadterkundung, das auf Kindergartenkinder und Schulanfänger zugeschnitten ist.
Bestehende Projekte wie etwa die Kulturstrolche, „Kultur und Schule“ sowie die Stadtrallye für Grundschulkinder sind durch das 2017 verfasste und prämierte „Kommunale Gesamtkonzept Kulturelle Bildung in Gütersloh“ ausgebaut worden. Dieses wurde in den folgenden zwei Jahren gemeinsam mit den Kulturakteuren weiterentwickelt und im „Fortgeschriebenen Kommunalen Gesamtkonzept“ von 2019 zusammengefasst. Einige Beispiele für Projekte, die durchgeführt wurden oder sich aktuell in der Umsetzung befinden: „Kultur[m]“, ein besonderer Katalog, der Angebote kultureller Bildung in Gütersloh auf farbenfrohen, zusammensteckbaren Karten versammelt, wurde an Grundschulen und Kindergärten verschickt. Zwei Maskottchen für die kulturelle Bildung wurden erstellt – Kulturi und Kulturella. Das Kulturportal Gütersloh mit einer Datenbank der örtlichen Kulturakteure wurde online gestellt (www.kulturportal-guetersloh.de). Kunstwerke, Street-Art und Baukultur in der Stadt aktiv entdecken: Das ist mit „Urban.Art.Bingo.Gütersloh“ möglich, bei dem Teams in spielerischem Raumerkunden gegeneinander antreten. Das Spiel ist in der Stadtbibliothek und im Stadtmuseum ausleihbar. Und im April 2019 war im Bürgerzentrum Lukas „Geomaze“ angesagt: Das Spiel verbindet Gaming mit dem aktiven Erkunden des Umfelds. Jugendliche programmierten in Zusammenarbeit mit dem Game-Designer Gregor Assfalg ein digitales Stadtlabyrinth für Blankenhagen.
„Wir im Fachbereich Kultur freuen uns sehr, dass wir mit dem Preisgeld weitere Angebote für Kinder und Jugendliche in Gütersloh realisieren können“, so Kultur-Streetworkerin Inga Michaelis. „Denn durch kulturelle Bildung wird es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, künstlerische und ästhetische Erfahrungen zu machen, eigene Begabungen, Interessen und Ausdrucksformen zu entdecken und ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.“ Die nachhaltige Förderung von Angeboten und Strukturen sichere die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure dauerhaft. Das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt mit der Prämierung kommunaler Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung den Aufbau von Strukturen vor Ort und fördert Städte, die planvoll an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaft arbeiten. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen, Kunst und Kultur zu begegnen und Interesse an der Vielfalt des kulturellen Lebens zu entwickeln.
Auf der Internetseite des Fachbereichs Kultur (www.kulturportal-guetersloh.de) sind die beiden prämierten Konzepte zur kulturellen Bildung in Gütersloh von 2017 und 2019 einzusehen.
Bildzeile: Inga Michaelis (links) und Andrea Wistuba vom Fachbereich Kultur stellten im Frühjahr das neue Spiel „Urban.Art.Bingo.Gütersloh“ vor. Es gilt, 42 Kunstwerke wie Skulpturen, Bauwerke und Graffiti auf Spielkarten anhand von Ausschnitten zu erkennen und dann aufzuspüren. Für jedes gefundene und mit dem Smartphone abfotografierte Kunstwerk erhalten die Spieler Punkte.
15.000 Euro für die kulturelle Bildung
Landesregierung zeichnet Konzept des Fachbereichs Kultur aus
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