Vorläufigen Daten von US-Wissenschaftlern zufolge war der 4. Juli der bisher heißeste erfasste Tag weltweit. Die durchschnittliche globale Temperatur lag der Plattform «Climate Reanalyzer» der University of Maine zufolge am Dienstag bei 17,18 Grad. Tags zuvor war ein Wert von 17,01 angegeben worden - auch das war schon ein Höchstwert. Der bisherige Tagesrekord der bis 1979 zurückreichenden «Climate Reanalyzer»-Daten lag bei 16,92 am 13. und 14. August 2016, im Juli 2022 wurde dieser Wert erneut erreicht. Ob sich der Höchstwert in den offiziellen Daten etwa der US-Klimabehörde NOAA bestätigt, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Bei den Auswertungen von «Climate Reanalyzer» handle es sich um sogenannte Reanalysen, erklärte Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. «Es fließen nicht nur real gemessene Wetterdaten ein, sondern auch Modellrechnungen.» Die errechneten Werte der verschiedenen Klima-Plattformen - in Europa etwa des Klimawandeldienstes Copernicus - stimmten nicht zwingend überein. Überraschend kommt der Höchstwert Latif zufolge nicht: Im Nordatlantik und generell einem großen Teil der Weltmeere würden schon seit Monaten außergewöhnlich hohe Temperaturen an der Meeresoberfläche erfasst. «Das hat natürlich auch Einfluss auf die Lufttemperaturen.» Im tropischen Pazifik herrschen erstmals seit mehreren Jahren wieder El-Niño-Bedingungen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag mitgeteilt hatte. Das natürliche Wetterphänomen kann die im Zuge der Klimakrise ohnehin stetig steigenden Temperaturen zusätzlich in die Höhe treiben. «Die Wahrscheinlichkeit für neue Rekorde steigt damit stark», sagte Latif. «Ich rechne damit, dass vielleicht schon 2023, auf jeden Fall aber 2024 ein Rekordjahr bei der globalen Temperatur wird. Das letzte solche Jahr sei 2016 gewesen - ein El-Niño-Jahr.
Bildnachweis: © Chris Rusanowsky/ZUMA Press Wire/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
4. Juli war heißester Tag vergangener Jahrzehnte
Der Klimawandel und das Wetterphänomen El-Niño treiben die Temperaturen in diesem Jahr in die Höhe. Forscher aus den USA stellen Rekordwerte fest.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 27. November 2025
Assistent/Assistentin der Hauptgeschäftsführung (m/w/d)
Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.
- 24. November 2025
Gütersloher Weihnachtsmarkt vom 27. November bis zum 30. Dezember
Macht euch bereit!
- 24. November 2025
Youtube-Star Jan Zimmermann von «Gewitter im Kopf» ist tot
Jan Zimmermann klärte mit Humor und Offenheit über das Tourette-Syndrom auf. Nun trauert die Youtube-Szene um den 27-Jährigen.
Neueste Artikel
- 5. Dezember 2025
Mit dem Nachtwächter durch Gütersloh
Freie Plätze bei Stadtführung am 12. Dezember
- 5. Dezember 2025
Von «KI-Ära» bis «Vertiktokung»: «Wörter des Jahres» gekürt
Welche Wörter haben 2025 die gesellschaftliche und politische Debatte in Deutschland geprägt? Eine Fachjury hat eine Auswahl getroffen. Warum es diese zehn Begriffe ins Ranking geschafft haben.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. Dezember 2025
Von «KI-Ära» bis «Vertiktokung»: «Wörter des Jahres» gekürt
Welche Wörter haben 2025 die gesellschaftliche und politische Debatte in Deutschland geprägt? Eine Fachjury hat eine Auswahl getroffen. Warum es diese zehn Begriffe ins Ranking geschafft haben.
- 5. Dezember 2025
Erstmals Handelsverbot für Haiarten: Artenkonferenz endet
Knapp zwei Wochen haben Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens um den Schutz gefährdeter Tiere und Pflanzen gerungen. Nun endet die Konferenz – mit nicht nur einem Novum.






