Die Filmfestspiele Venedig gehen mit der abendlichen Premiere von «Ferrari» mit Adam Driver in den zweiten Tag. Der Film des US-Regisseurs Michael Mann («Heat», «Der letzte Mohikaner») soll um 19.00 Uhr Premiere feiern. Am Nachmittag ist eine Pressekonferenz geplant. Driver (39), der in Venedig erwartet wird, verkörpert den legendären Autobauer und Rennfahrer Enzo Ferrari, der sich in einer Krise befindet. Penélope Cruz spielt Ferraris Frau Laura. Anders als Driver soll sie nicht auf dem Festival erscheinen. «Ferrari» ist einer der Filme, die von der US-amerikanischen Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA eine Ausnahmegenehmigung bekommen haben, um trotz des Hollywood-Streiks Promo in Venedig zu machen. Am Mittwoch hatte die Produktionsfirma Neon einen ersten Trailer von «Ferrari» veröffentlicht. Mit grau zurückgekämmten Haaren, dunkler Brille und grauem Anzug ist Driver darin kaum wiederzuerkennen. Er verkörpert Ferrari (1898-1988) unter anderem im Jahr 1957, als der Auto-Mogul knapp 60 Jahre alt ist. Heute sind außerdem die Premieren der Filme «El Conde» von Pablo Larraín (16.30 Uhr) sowie «Dogman» von Luc Besson (21.45 Uhr) geplant. Die Filmfestspiele Venedig waren am Mittwochabend eröffnet worden. Wegen des Hollywood-Streiks kamen weniger Stars als üblich auf den roten Teppich. Neben Jury-Mitgliedern wie der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion oder dem irischen Filmemacher Martin McDonagh war vor allem italienische Prominenz zu sehen. Etwa aus dem Eröffnungsfilm «Comandante», der im Anschluss an die Eröffnungszeremonie gezeigt wurde. Das Drama des italienischen Regisseurs Edoardo De Angelis erzählt von einem heldenhaften italienischen U-Boot-Kommandanten im Zweiten Weltkrieg. Salvatore Todaro (1908-1942) entschied sich 1940 während einer Fahrt auf dem Atlantik, belgische Kriegsgegner zu retten und auf sein Schiff zu bringen. Im Film wird Todaro vom italienischen Schauspieler Pierfrancesco Favino verkörpert. Die Schauspielerin Caterina Murino richtete sich als Moderatorin der Eröffnungszeremonie am Mittwochabend an die Streikenden in Hollywood. «Ein herzlicher und unterstützender Gruß an diejenigen, die nicht hier bei uns sind, um den intellektuellen und wirtschaftlichen Wert ihrer Arbeit zu verteidigen und uns daran zu erinnern, dass das künstlerische Schaffen das Vorrecht talentierter Männer und Frauen ist, das nicht an die künstliche Intelligenz delegiert werden kann», sagte sie. Die gewerkschaftlich organisierten Drehbuchautoren streiken in den USA seit Anfang Mai. Seit Mitte Juli haben zudem Zehntausende Mitglieder der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine bessere Vergütung und Regeln im Umgang mit der künstlichen Intelligenz. Einige US-Stars, die an Filmen des diesjährigen Festivals beteiligt sind, kommen nicht nach Venedig.Driver kaum wiederzuerkennen
Weniger Stars in Venedig
Forderung nach Regeln im Umgang mit KI
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Adam Driver zur Premiere von «Ferrari» in Venedig erwartet
Zur Eröffnung der Filmfestspiele Venedig sind wegen des Hollywood-Streiks am Mittwochabend weniger Stars als üblich gekommen. Doch der Donnerstag wartet mit großer Prominenz auf.
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