Die AfD-Bundestagsfraktion hat sich gegen das in vielen Ländern diskutierte Social-Media-Verbot für Jugendliche ausgesprochen. «Wir lehnen das von der EU und führenden Politikern der Union geforderte Verbot Sozialer Medien für Jugendliche ab», schrieb der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion und Bildungspolitiker Götz Frömming auf der Plattform X. «Unser Eindruck ist, dass es weniger darum geht, Jugendliche zu schützen, sondern unter dem Vorwand des Jugendschutzes das erodierte Meinungsmonopol der Altparteien wieder herzustellen.» Wichtig sei allerdings eine «restriktive Handhabung digitaler Medien» in der Grundschule, meinte Frömming. «Um Schreiben, Lesen, Rechnen zu lernen, braucht es keine Tablets oder Smartphones.» Um ein mögliches Verbot von Social-Media-Apps wie Tiktok oder Instagram für Jugendliche ist seit einigen Monaten auch in Deutschland eine Diskussion entbrannt. Seit dem 10. Dezember dürfen in Australien Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten mehr auf vielen großen Social-Media-Plattformen besitzen. Die Regierung will junge Menschen so vor Cybermobbing, problematischem Konsum und belastenden Inhalten schützen. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission für «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» soll bis zum Sommer Empfehlungen für Deutschland erarbeiten. Eine Studie der Universität Potsdam und der Bertelsmann-Stiftung hatte gezeigt, dass Inhalte von Parteien am linken und rechten Rand jungen Nutzerinnen und Nutzern auf Instagram und Tiktok deutlich häufiger angezeigt werden als Inhalte der Mitte-Parteien. SPD und Union verlieren demnach durch die Algorithmen sichtbar an Reichweite, während Linke, AfD und BSW davon profitieren. Für die Untersuchung wurden 268 künstliche Nutzerprofile erstellt.Australien preschte mit Social-Media-Verbot für Jugendliche vor
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AfD-Fraktion lehnt Social-Media-Verbot für Jugendliche ab
Die AfD im Bundestag will zwar digitale Medien in der Grundschule beschränken. Doch einer anderen Forderung kann sie nichts abgewinnen.
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