17. Dezember 2025 / Allgemeines

Andreas Dahlmeier: Laura da begraben, wo sie glücklich war

Der tödliche Unfall von Ex-Biathletin Laura Dahlmeier hatte große Betroffenheit ausgelöst. Nun schildert ihr Vater, was er inzwischen über die gescheiterte Bergung denkt.

Die Ex-Biathletin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier starb mit 31 Jahren durch einen Steinschlag. (Archivbild)
Veröffentlicht am 17. Dezember 2025 um 10:27 Uhr von dpa

Der Vater der bei einem Bergunglück gestorbenen Ex-Biathletin Laura Dahlmeier kann der gescheiterten Bergung ihres Leichnams inzwischen auch Tröstliches abgewinnen. «Ich glaube, Laura hätte es so gewollt, in den Bergen ihren Frieden zu finden», sagte Andreas Dahlmeier der «Sport Bild». «Laura ist dort begraben, wo sie glücklich war und sich frei fühlte.»

Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli im Alter von 31 Jahren bei einem Kletterunfall am Laila Peak in Pakistan ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. 

Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte ihre Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben.

Deftiger Bergsteigergruß bei der Trauerfeier

«Vielleicht wollte sie es auch so», sagte Dahlmeier nun der «Sport Bild» knapp fünf Monate nach dem Unglück. «Ich stelle mir vor, wenn Laura in einem Grab auf einem Friedhof liegen würde, und den ganzen Tag über kommen Leute vorbei – sie würde aufschauen und denken: Meine Güte, schon wieder ist jemand da. Lasst mir doch endlich mal meine Ruhe!»

Dahlmeier zufolge hatte seine Tochter zu Lebzeiten genau verfügt, wie ihre Trauerfeier aussehen solle. «Sie hat gesagt, es sollen nur die kommen, die sie gerne mochte. Die sie nicht mochte, sollten nicht kommen. Auch da war sie gradlinig.» 

Auch die Musikstücke habe Laura selbst ausgesucht. So sei bei der Feier im August auch eine abgeänderte Version des Oberreintal-Liedes unter Gitarren-und Akkordeonbegleitung gesungen worden. Die im Refrain vorkommende, deftige Textzeile «Hei mi leckst am Arsch!» ist ein unter hiesigen Bergsteigern verbreiteter Ausruf der Erleichterung, wenn eine schwierige Passage gemeistert oder der Gipfel erklommen wurde.


Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Pelicot: «Ich musste mir dieses Leben zurückerobern»
Allgemeines

Jahrelang wurde sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Gisèle Pelicot spricht auf der Buchmesse über ihre Geschichte. Warum sie den Prozess öffentlich machte - und wieso Erziehung so wichtig ist.

weiterlesen...
Viele Verletzte bei Messerattacke an Schule in Polen
Allgemeines

Schock im polnischen Ostroleka: Ein 19-Jähriger sticht mit einem Messer zu, Schüler und Lehrer werden verletzt. Was Zeugen berichten und wie die Stadt jetzt reagiert.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Pelicot: «Ich musste mir dieses Leben zurückerobern»
Allgemeines

Jahrelang wurde sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Gisèle Pelicot spricht auf der Buchmesse über ihre Geschichte. Warum sie den Prozess öffentlich machte - und wieso Erziehung so wichtig ist.

weiterlesen...
Viele Verletzte bei Messerattacke an Schule in Polen
Allgemeines

Schock im polnischen Ostroleka: Ein 19-Jähriger sticht mit einem Messer zu, Schüler und Lehrer werden verletzt. Was Zeugen berichten und wie die Stadt jetzt reagiert.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner