Die Person, die in einem bei Schwulen, Lesben und der Trans-Gemeinschaft populären Nachtclub im US-Bundesstaat Colorado das Feuer eröffnet haben soll, ist erstmals per Videoschalte vor Gericht erschienen. Die Richterin ordnete bei dem Termin in Colorado Springs am Mittwoch an, dass A. ohne Kaution in Haft bleiben solle, wie US-Medien berichteten. Die nächste Anhörung ist für den 6. Dezember angesetzt. Es wird erwartet, dass dann auch die finalen Anklagepunkte bekannt werden. Die Anwälte der Verteidigung erklärten, dass A. non-binär sei - sich also weder eindeutig männlich noch weiblich definiere. A. wolle mit «Mx. A.» angesprochen werden, hieß es in einer Fußnote der Gerichtsunterlagen und bevorzuge die Pronomen «they/them». A. saß während der Anhörung zusammengesunken auf einem Stuhl, wie auf einem Video zu sehen war. Offen ist noch, ob sich A. auch wegen Hassverbrechen vor Gericht verantworten muss - bisher ist dies als vorläufiger Anklagepunkt gelistet. Nach Überzeugung der Polizei hatte A. (22) den Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe betreten und sofort das Feuer eröffnet. Zwei Anwesende im Club schritten der Polizei zufolge ein und stoppten A.. Offizielle Angaben für das Tat-Motiv gab es zunächst nicht. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Colorado, Phil Weiser, hatte allerdings gesagt, er halte ein anderes Motiv als Hass für schwer vorstellbar. Staatsanwalt Michael Allen betonte, dass A.'s Geschlechtsidentität nichts ändere. «Es hat keinen Einfluss darauf, wie ich diesen Fall verfolge», zitierte der Sender CNN Allen. «Ich möchte, dass sie wissen, dass wir die Stimme der Opfer im Gerichtssaal sein werden und dass wir während des gesamten Prozesses an ihrer Seite kämpfen werden», sagte er demnach mit Blick auf die Angehörigen.
Bildnachweis: © David Zalubowski/AP/dpa
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Anhörung vor Gericht nach tödlicher Attacke in US-Nachtclub
Nach der Bluttat in einem Nachtclub der LGBTQ-Gemeinschaft mit fünf Toten sagt die Person, die mutmaßlich für die Tat verantwortlich ist, vor Gericht aus. Der Generalstaatsanwalt glaubt an Hass als Motiv.
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