Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat die missglückte Greenpeace-Aktion im Münchner EM-Stadion klar verurteilt. «Diese Stadion-Aktion war natürlich total daneben und unverantwortlich und ist hart zu kritisieren», sagte Baerbock am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung ihres Buchs «Jetzt. Wie wir unser Land erneuern». Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstagabend hatte ein Motorschirm-Flieger sich und die Fans in der Arena mit einer Notlandung im Stadion in Gefahr gebracht. Zwei Männer wurden verletzt. Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace, die damit gegen den EM-Sponsor Volkswagen protestieren wollte. Greenpeace entschuldigte sich. Baerbock ergänzte: «Aber auch da: Ich erlebe ja gerade, was hier politische Wettbewerber gerade für Spiele treiben.» Einzelaktionen im Wahlkampf zu nutzen oder «Äußerungen von Intellektuellen zu instrumentalisieren, das ist nicht meine Art von Wahlkampf, und da werde ich nicht mitmachen». Zur Frage der Gemeinnützigkeit von Organisationen gebe es klare gesetzliche Regelungen, die jeder Politiker kennen solle. Mehrere Politiker, darunter auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) und Bayerns Innenminister, hatten nach der Aktion gefordert, die Gemeinnützigkeit von Greenpeace auf den Prüfstand zu stellen. Baerbock bezog sich zudem offensichtlich auf die Reaktion von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak auf die Videobotschaft der Publizistin Carolin Emcke beim Grünen-Parteitag. Emcke hatte unter anderem vor Wissenschaftsfeindlichkeit, Populismus und Vorurteilen gewarnt und dann gesagt: «Es wird sicher wieder von Elite gesprochen werden. Und vermutlich werden es dann nicht die Juden und Kosmopoliten, nicht die Feministinnen oder die Virologinnen sein, vor denen gewarnt wird, sondern die Klimaforscherinnen.» Sie zeigte bei dem kritisierten Zitat im Video Gänsefüßchen, etwa vor der Formulierung «Eliten» oder «Juden und Kosmopoliten». Ziemiak hatte Emcke am Samstag eine «geschichtsvergessene Entgleisung» vorgeworfen und war dafür heftig kritisiert worden. Er nahm die Vorwürfe am Dienstagabend nach einem Gespräch mit Emcke zurück und löschte den ursprünglichen Tweet.
Bildnachweis: © Christian Charisius/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Baerbock nennt Greenpeace-Aktion «total daneben»
Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstagabend landete ein Motorschirm-Flieger im Stadion - eine Aktion von Greenpeace - mit Folgen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Neueste Artikel
- 14. September 2026
Britpopband Oasis kündigt Konzerte in Deutschland an
Vor mehr als 30 Jahren feierten die Gallagher-Brüder ihren Durchbruch, dann kam es zum Streit und 2025 schließlich zur Reunion: Nun dürfen sich auch Fans in Deutschland auf Oasis freuen.
- 14. September 2026
Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Rheinland
Auf einem Feld in Erkelenz in Nordrhein-Westfalen stürzt am Vormittag ein Kleinflugzeug ab. Von der dreiköpfigen Besatzung überlebt niemand.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. September 2026
Britpopband Oasis kündigt Konzerte in Deutschland an
Vor mehr als 30 Jahren feierten die Gallagher-Brüder ihren Durchbruch, dann kam es zum Streit und 2025 schließlich zur Reunion: Nun dürfen sich auch Fans in Deutschland auf Oasis freuen.
- 14. September 2026
Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Rheinland
Auf einem Feld in Erkelenz in Nordrhein-Westfalen stürzt am Vormittag ein Kleinflugzeug ab. Von der dreiköpfigen Besatzung überlebt niemand.






