11. März 2022 / Allgemeines

«Ballermann»-Unternehmer verpflichten sich zu Benimmregeln

Keine Party mehr am Ballermann? Ganz so drastisch sind die Maßnahmen der Regionalregierung der Balearen nicht. Zusammen mit den Lokalbetreibern haben sie aber neue Regeln aufgestellt ...

Kunden sitzen im Außenbereich einer Gaststätte in Palma.
von dpa

Die Reaktivierung des Tourismus nach zwei Pandemie-Jahren soll auf Mallorca auch am berüchtigten «Ballermann» in geordneten Bahnen verlaufen. Zahlreiche Gastronomen und andere Unternehmer der Partymeile der spanischen Urlaubsinsel unterzeichneten einen Verhaltenskodex.

Mit diesem soll unter anderem dem berüchtigten «Sauftourismus» Einhalt geboten werden soll, wie der für das Nachtleben zuständige Verband Abone am Freitag mitteilte.

Zu den Unterzeichnern der Vereinbarung gehören die Betreiber von Kultlokalen der Playa wie Megapark und Bierkönig. Das Dokument listet zehn Punkte auf, die von der «Mallorca Zeitung» als «Benimmregeln» bezeichnet werden. Die Lokal-Betreiber wollen demnach nicht nur die von der Politik vorgegebenen Regeln einhalten. Sie wollen auch gegen übermäßigen Alkoholverzehr, gegen Rassismus, Gewalt und Drogenkonsum verstärkt vorgehen.

Party nicht mehr in der Badehose

Die Diskotheken wollen im Rahmen dieses Vorhabens auch stärker miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Wer zum Beispiel in einer Kneipe Hausverbot erhält, soll nicht so einfach in die nächste Bar schlendern können. Auch soll ein direkter Draht zur Polizei eingerichtet werden, mit der man eng zusammenarbeiten will.

Die Regionalregierung der Balearen strebt bereits seit einigen Jahren einen Imagewandel an. Man will vor allem an dem bei deutschen Urlaubern beliebten «Ballermann», aber auch an der «Briten-Hochburg» Magaluf die Qualität der touristischen Angebote steigern und die sogenannten «Saufurlauber» verbannen. Das soll zwar nicht das Ende der Party auf Mallorca bedeuten. Aber das Feierpublikum soll beispielsweise nicht mehr in Badehose oder mit anstößiger Kleidung in die Diskotheken gelassen werden.

Rund um die Osterfeiertage wird der erste Besucheransturm erwartet. Party wie früher ist nach den aktuellen Corona-Regeln aber nicht erlaubt. Theoretisch muss beim Tanzen Maske getragen werden. Nur am Tisch darf gegessen und getrunken werden. Zuletzt wurden diese Maßnahmen aber nur noch lasch eingehalten. Angesichts der hohen Impfquote und der sinkenden Corona-Zahlen ist es möglich, dass die Restriktionen bis zur Saison weiter gelockert werden.


Bildnachweis: © Clara Margais/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Kanadischer Schauspieler Donald Sutherland gestorben
Allgemeines

Ob «Tribute von Panem», «Das dreckige Dutzend» oder «M.A.S.H»: Donald Sutherland brillierte jahrzehntelang in den verschiedensten Rollen. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 88 Jahren gestorben.

weiterlesen...
2. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld: MK Düppel in Gütersloh
Polizeimeldung

Kriminalität 2. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld: MK Düppel in...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Deichbrand-Festival auch von weltweiter IT-Panne betroffen
Allgemeines

Ein globales Computer-Problem sorgt am Freitag an Flughäfen und bei Airlines für Ausfälle - in vielen Ländern. Auch einige Musiker, die beim Deichbrand-Festival erwartet wurden, waren betroffen.

weiterlesen...
Nach Angriff an Volkshochschule bleibt Motiv unklar
Allgemeines

An einer Volkshochschule in Wedel bei Hamburg wird ein Dozent niedergestochen. Lebensgefährlich verletzt kommt er ins Krankenhaus. Die mutmaßlichen Täter sind gefasst, doch das Warum bleibt offen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Deichbrand-Festival auch von weltweiter IT-Panne betroffen
Allgemeines

Ein globales Computer-Problem sorgt am Freitag an Flughäfen und bei Airlines für Ausfälle - in vielen Ländern. Auch einige Musiker, die beim Deichbrand-Festival erwartet wurden, waren betroffen.

weiterlesen...
Nach Angriff an Volkshochschule bleibt Motiv unklar
Allgemeines

An einer Volkshochschule in Wedel bei Hamburg wird ein Dozent niedergestochen. Lebensgefährlich verletzt kommt er ins Krankenhaus. Die mutmaßlichen Täter sind gefasst, doch das Warum bleibt offen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner