11. August 2019 / Allgemeines

Bauarbeiten für neue Feuer- und Rettungswache im Endspurt

Berufsfeuerwehr und Kreisleitstelle ziehen zum Jahresende um

Veröffentlicht am 11. August 2019 um 12:35 Uhr

Im Neubau der Feuer- und Rettungswache der Stadt Gütersloh an der Friedrich-Ebert-Straße herrscht reger Betrieb. Im Treppenhaus streichen Maler das Geländer, in der Fahrzeugwerkstatt wird die Hebebühne montiert, an mehreren Ecken dröhnen Bohrmaschinen. Die Fertigstellung ist schon weit fortgeschritten. Am Jahresende soll der zwischen Prekerstraße und Vennstraße gelegene rot verklinkerte Komplex bezogen sein.

Die rund 120 Mitarbeiter der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Gütersloh und der Kreisleitstelle für den Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz wechseln dann von der wenige hundert Meter entfernten jetzigen Wache in den Neubau. Der Probebetrieb der Kreisleitstelle, in der sämtliche Notrufe über die Nummer 112 aus dem Kreis Gütersloh auflaufen, ist für November geplant.

Die vier Gebäuderiegel – drei von ihnen zweigeschossig – umschließen einen großen Innenhof. Die Zufahrt zum 9500 Quadratmeter großen Grundstück erfolgt von der Vennstraße, die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge über die Prekerstraße. Beide Bereiche werden noch mit Toren gesichert. Im Erdgeschoss des Komplexes befinden sich unter anderem die Hallen mit Stellplätzen für 32 Fahrzeuge sowie Werkstatt, Desinfektionshallen, Waschräume, Bestückungsgasse und Lagerräume. Im Obergeschoss sind die Dienst- und Aufenthaltsräume der Mitarbeiter untergebracht. Der Neubau verfügt über rund 7550 Quadratmeter Nutzfläche. Architektonisch ragt der 22 Meter hohe Übungsturm heraus: Dieses offene Treppenhaus dient zu Trainingszwecken, etwa für die Höhenrettung. Willkommen sind gefiederte Untermieter: Ganz oben in der Turmfassade befinden sich zwölf Nistöffnungen für Mauersegler. Damit wurde eine Anregung des städtischen Fachbereichs Umweltschutz umgesetzt.

An allen Planungen war die Feuerwehr von Beginn an beteiligt. Hans-Joachim Koch, Leiter der Feuerwehr Gütersloh, freut sich auf den Umzug: „Hier können alle Abläufe deutlich besser gestaltet werden. Die Funktionalitäten und Bereiche sind klar und sinnvoll gegliedert.“ Am alten Standort an der Friedrich-Ebert-Straße 40-42, wo die Feuerwehr seit 1985 untergebracht ist, herrscht seit Jahren Raumnot. Koch: „Wir sind personell stark gewachsen. Vieles am alten Standort ist inzwischen ein Behelf.“ Im Neubau befindet sich alles auf dem neuesten Stand der Technik, „vom vollständigen An- und Absaugen der Luft in der Fahrzeughalle bis hin zu den Bereichen der Desinfektion für Einsatzfahrzeuge und Einsatzpersonal“, hebt Brandamtmann Oliver Eichstädt hervor, der das Bauprojekt vonseiten der Feuerwehr maßgeblich begleitet.

Der Neubau wurde im Passivhaus-Standard errichtet, ausgenommen sind die Fahrzeughallen. Eine Photovoltaik-Anlage soll den Energiebedarf der Wache abdecken. Außerdem wurden 1000 Quadratmeter Flachdach als Blumenwiese angelegt. Und sollte in der Zukunft irgendwann einmal Erweiterungsbedarf bestehen, so besteht die Möglichkeit, zur Prekerstraße hin ein zusätzliches Stockwerk auf den Komplex aufzusetzen.

Für die Baumaßnahme wurden knapp 23,9 Millionen Euro bewilligt. Dieser Kostenrahmen wird nach jetzigem Stand eingehalten. Baustart war im Oktober 2017.

Bildzeile: In der neuen Feuer- und Rettungswache der Stadt Gütersloh an der Friedrich-Ebert-Straße gehen die Bauarbeiten in den Endspurt. Hans-Joachim Koch (links), Leiter der Feuerwehr Gütersloh, und Brandamtmann Oliver Eichstädt rechnen mit dem Umzug von Berufsfeuerwehr und Kreisleitstelle zum Jahresende.

Quelle/Bilder: guetersloh.de

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