11. Oktober 2024 / Allgemeines

Über den Dinos kreisten womöglich schon Raubvögel

Flugsaurier glitten vor 66 Millionen Jahren durch die Lüfte. Aber sie waren zu dieser Zeit nicht die Einzigen: Auch Vögel waren bereits unterwegs.

So ungefähr könnte einer der neu beschriebenen frühen Raubvögel ausgesehen haben.
Veröffentlicht am 11. Oktober 2024 um 08:10 Uhr von dpa

Womöglich schlugen raubvogelähnliche Wesen schon Beute, als noch Dinosaurier über die Erde stapften. Einige seien etwa so groß gewesen wie Falken und hätten kräftige, raubvogelartige Füße gehabt, schreibt ein Forschungsteam im Fachjournal «Plos One». 

Als noch Dinos wie Tyrannosaurus rex und Triceratops lebten, flogen bereits die Vorfahren der heutigen Vögel durch die Luft. Zu ihrer Verwandtschaft gehörten die Enantiornithes, die damals fast die ganze Welt bevölkerten. Ebenso wie die Dinos starben sie allerdings nach dem Einschlag eines Asteroiden vor etwa 66 Millionen Jahren aus. 

Fußknochen dreier Vögel

Überreste von drei solchen Vögeln zweier Arten aus der späten Kreidezeit wurden nun wissenschaftlich beschrieben. Dem Team um Alexander Clark von der University of Chicago zufolge weisen ihre Knochen auf kräftige Beinmuskeln hin. «Aufgrund von Hinweisen in ihren Fußknochen gehen wir davon aus, dass diese Vögel in der Lage waren, Beute zu fangen und zu tragen, ähnlich wie ein moderner Falke oder eine Eule es tut», erklärte Clark.

Wie die Vögel genau aussahen, ist unklar: Bisher wurden nur Fußknochen gefunden. Trotzdem sei daraus schon viel abzuleiten, erklärte Clark. «Jeder Winkel und jede Beule an einem Knochen kann uns etwas darüber sagen, wo die Muskeln oder Sehnen ansetzten und wie groß sie waren.» Ein spezifischer Muskelansatzpunkt sei ähnlich ausgeprägt wie bei Falken oder Eulen.

Gefunden wurden die Fossilien im US-Bundesstaat Montana, in einer 66 bis 68 Millionen Jahren alten Schicht, also aus einer Zeit kurz vor dem Aussterben der Dinosaurier. Die Arten erhielten die Namen Magnusavis ekalakaensis und Avisaurus darwini.


Bildnachweis: © Ville Sinkkonen/dpa
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