Er drang in das Gelände des Buckingham-Palasts ein - dafür hat ein Mann in London nun eine Bewährungsstrafe erhalten. Der 44-Jährige war am frühen Morgen des 10. Mai 2021 über einen Zaun geklettert, der die Reitställe des Palasts (Royal Mews) von der Straße trennt. Als er zurückkletterte, nahmen ihn Polizisten fest. In seinem Rucksack fanden die Beamten ein 20 Zentimeter langes Küchenmesser sowie Kokain. Vor Gericht gestand der Mann Hausfriedensbruch. Dafür wurde er am Dienstag zu 24 Wochen Haft verurteilt, die auf 12 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Queen Elizabeth II. war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Palast. Sie hielt sich während der Corona-Pandemie fast vollständig auf Schloss Windsor nahe London auf. «Sie haben wirklich viel Glück», sagte Richter Roy Brown. «Es war pures Glück oder Schicksal, dass weder Sie noch andere im Zuge Ihrer Eskapaden ernsthaft verletzt oder gar getötet worden sind.» Trotz der möglichen Gefahr hätten die Sicherheitskräfte sehr zurückhaltend gehandelt. Der psychisch angeschlagene 44-Jährige sagte aus, er sei nach London gereist, um sich festnehmen zu lassen. Er habe weder gewusst, dass der Zaun zum Buckingham-Palast gehört, noch habe er ein Interesse an der königlichen Familie. Immer wieder dringen Menschen unerlaubt in royale Residenzen ein. Am Weihnachtstag stoppten Sicherheitskräfte einen 19 Jahre alten Mann mit einer Armbrust auf dem Gelände von Schloss Windsor. Der wohl berühmteste Eindringling ist Michael Fagan. Er kam am 9. Juli 1982 bis ins Schlafzimmer der Queen im Buckingham-Palast.
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Bewährungsstrafe für Eindringling in Buckingham-Palast
Er kletterte einfach über einen Zaun. An der königlichen Familie habe er aber kein Interesse gehabt, bekundete der Eindringling.
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