Gut einen Monat nach der Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage haben Mitarbeiter und Angehörige bei einer berührenden Gedenkfeier der sieben Toten gedacht. Am Unglückstag sei die «Brutalität eines Ereignisses» über die Familien der Opfer, das Unternehmen und auch die ganze Stadt hereingebrochen, sagte der Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) am Freitag. «Wir stehen zusammen in der Trauer.» An der Veranstaltung auf einem Flugplatz nahmen etwa 200 Menschen teil, mehrere Hundert verfolgten sie zudem über einen Livestream. Auf einer Bühne standen großformatige Fotos der Opfer, für die je eine Kerze leuchtete. Der Chef des Chempark-Betreibers Currenta, Frank Hyldmar, kündigte an, dass zwei Gedenkstätten errichtet würden. Vor dem Entsorgungszentrum in Leverkusen-Bürrig sowie vor der Unternehmenszentrale in Leverkusen sollten in der kommenden Woche Bäume gepflanzt und Gedenktafeln angebracht werden. Bis zum ersten Jahrestag des Unglücks würden die Gedenkorte künstlerisch gestaltet. Die genaue Ursache für die Explosion am 27. Juli ist noch nicht geklärt. Nach ersten Untersuchungen wird eine chemische Reaktion des Abfalls vermutet. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu dem Unglück geführt haben.
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Bewegende Gedenkfeier für Opfer der Explosion in Leverkusen
Die Ursache für die Explosion Ende Juli ist noch nicht geklärt. Derweil trauern Kollegen, Freunde und Familien um die sieben Todesopfer.
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