Brandneuer Rettungswagen im Einsatz

Die neue Rettungswache in Herzebrock-Clarholz

Seit Januar ist der Rettungsdienst des Kreises Gütersloh mit einem eigenen Team in Herzebrock-Clarholz vertreten. Die provisorische Container-Rettungswache auf dem Parkplatz des Getränkemarktes an der Marienfelder Straße soll voraussichtlich im Mai fertig aufgebaut und beziehbar sein. Solange dürfen die Rettungskräfte die Räumlichkeiten der örtlichen Feuerwehr mitnutzen. Langfristig soll in Herzebrock-Clarholz eine moderne Rettungswache, wie sie auch an den anderen Standorten im Kreisgebiet stehen, errichtet werden.

Mit der neuen Rettungswache in Herzebrock-Clarholz ist das Netz der Notfallversorgung im Kreis Gütersloh noch dichter geworden. Passend zum Dienstbeginn hat das Rettungs-Team einen brandneuen Einsatzwagen bekommen. Mit dem voll ausgestatteten Mercedes-Modell sind die Retter im Notfall schnell vor Ort und garantieren eine optimale Versorgung.

 „Der Rettungswagen ist unser wichtigstes Hilfsmittel. Damit wir im Ernstfall keine Minute verlieren, muss er komplett ausgerüstet und eingerichtet sein“, erklärt Michael Sellemerten, Rettungswachenleiter Herzebrock-Clarholz. Seinen neuen RTW hat das neunköpfige Rettungs-Team gemeinsam innerhalb von drei Tagen ausgestattet. „Jeder von uns hat ein Spezialgebiet und ist für unterschiedliche Bereiche verantwortlich“, sagt  Merle Heemeier, stellvertretende Wachenleitung. Damit die Medikamente und Instrumente schnell zur Hand sind, gibt es ein striktes Organisationsmuster im RTW.
„Als erstes mussten wir alle elektrischen Geräte sowie Instrumente installieren, in Betrieb nehmen und überprüfen“, erklärt Sellemerten. Medikamente, Verbandszeug und Co. müssen an vordefinierten Stellen in den Schränken griffbereit liegen. Die Außenschubladen des Fahrzeuges haben ausreichend Stauraum, sodass dort die fertig gepackten Einsatzrucksäcke mit mobilen Instrumenten und Geräten wie zum Beispiel einem Defibrillator liegen. Der große Außenschrank hat nun eine ausziehbare Stufe, sodass die Einsatzkräfte besser an die eingelagerten Utensilien gelangen. Nachdem alles seinen Platz eingenommen hatte, haben die Schubladen und Fächer Beschriftungen erhalten.

 „Der Patientenbereich ist ähnlich wie bei den vorherigen Modellen aufgebaut“, fasst Sellemerten zusammen. Einen deutlichen Unterschied sehen die beiden Wachenleiter jedoch in der Fahrerkabine. „Vorher hat der Bereich mit der kastigen Konstruktion eher an einen Lkw erinnert. Jetzt sieht das Armaturenbrett genauso aus wie bei einem Pkw“, findet Heemeier. Besonders die Elektronik sei sehr fortschrittlich. Der Wagen habe ein installiertes Keyless-Go-System und die Schaltung befindet sich am Lenkrad. Wie auch alle anderen Modelle besitzt der RTW ein spezielles Navigationssystem, das mit der Notrufdatenbank verbunden ist. So rechnet der Computer nicht nur den schnellsten Weg aus, sondern liefert den Einsatzkräften bereits erste Informationen zum Notfall. Sellemerten: „Das Navi weiß immer wo es hingeht und wie wir am schnellsten zum Einsatzort kommen. Und das bereits bevor wir wissen, dass es los geht.“ Denn das System ist stets auf dem aktuellen Stand und kennt alle Verkehrsbehinderungen, -umleitungen oder aktuellen Straßensperrungen.

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