Gut 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland befürworten im Allgemeinen, an Silvester Böllerverbotszonen einzurichten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Dabei geht es darum, das Zünden von Krachern und Raketen in Städten, beispielsweise an bestimmten Plätzen oder in Altstädten, zu verbieten. 22 Prozent der Befragten lehnen einen solchen Eingriff in den Silvesterspaß ab; der Rest machte in der am Mittwoch gemachten Umfrage keine Angabe. Nach zwei Jahren ohne Raketen- und Böllerverkauf wird Silvester 2022/'23 voraussichtlich wieder lauter und bunter. Die Feuerwerk-Industrie rechnet mit einem ähnlichen Silvesterumsatz wie vor der Corona-Pandemie. Viele Städte, darunter Berlin, München, Köln und Düsseldorf, richten aber erneut Böllerverbotszonen ein. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein generelles Ende des privaten Silvesterfeuerwerks ein. Sie argumentiert etwa mit der hohen Feinstaubbelastung, dem Müllaufkommen und der Belastung für Tiere. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich für ein Verbot aus: schon allein aufgrund der enormen und völlig unnötigen Schadstoffproduktion sowie der Müllberge auf den Straßen am Neujahrsmorgen. Dies gelte erst recht mit Blick auf das hohe Unfallrisiko - vor allem unter Alkoholeinfluss - sowie auf Böller- und Raketen-Angriffe gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter. Der Bundesverband Pyrotechnik, ein Zusammenschluss von Profi- und Hobby-Feuerwerkern, argumentiert dagegen, ein Verbot von Kleinfeuerwerk vor der eigenen Haustür oder im Garten entlaste kaum die Krankenhäuser. Der größte Teil der Verletzungen sei auf Alkoholkonsum und entsprechende Konflikte zurückzuführen.
Bildnachweis: © Martin Gerten/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Breite Mehrheit für Böllerverbotszonen an Silvester
Mit krachenden Böllern zu Silvester das neue Jahr begrüßen? Längst nicht alle finden das gut. Einige Städte in Deutschland sorgen vor.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
Pressemitteilung vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen.
Familie Baturin aus Friedrichsdorf ist im Rathaus empfangen worden – Anlass war die Ehrenpatenschaft des...
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Migration und Integration von Menschen aus Mittel- und Südosteuropa.
Neueste Artikel
- 10. Juni 2026
Klimadienst: Mai 2026 war weltweit der zweitwärmste
Von Dürre bis Überschwemmung: Im Mai 2026 sorgten Klimaextreme europaweit für Rekorde. Warum solche Wetterkapriolen bald zur neuen Normalität werden könnten.
- 10. Juni 2026
Streeck: Weniger Alkohol ist mehr - Aktionswoche startet
Der Bundesdrogenbeauftragte warnt vor körperlichen, psychischen und sozialen Schäden, die Alkohol anrichten kann. Spaß funktioniert auch ohne Alkohol, möchte eine Kampagnen-Woche klarstellen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Juni 2026
Klimadienst: Mai 2026 war weltweit der zweitwärmste
Von Dürre bis Überschwemmung: Im Mai 2026 sorgten Klimaextreme europaweit für Rekorde. Warum solche Wetterkapriolen bald zur neuen Normalität werden könnten.
- 10. Juni 2026
Streeck: Weniger Alkohol ist mehr - Aktionswoche startet
Der Bundesdrogenbeauftragte warnt vor körperlichen, psychischen und sozialen Schäden, die Alkohol anrichten kann. Spaß funktioniert auch ohne Alkohol, möchte eine Kampagnen-Woche klarstellen.






