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Brutplätze der Kiebitze schützen

Trotz des Frosts sind in den letzten Tagen die Kiebitze eingetroffen. Sie beginnen in den nächsten Tagen mit ihrem Brutgeschäft und bedürfen mehr denn je des Schutzes und unserer Hilfe. Als Bodenbrüter auf Äckern und Wiesen reagieren sie besonders empfindlich auf Störungen durch Hunde und Menschen, die abseits der Wege gehen. Die schwarz-weiß gefärbten, knapp taubengroßen Vögel verlassen dann ihr Gelege, umfliegen die Störenfriede mit auffälligen Kiewitt-Rufen und versuchen, diese zu vertreiben. Wenn die Eier dann zu lange auskühlen kann die Brut absterben.

Alle Spaziergänger in der Feldflur werden daher dringend gebeten, auf den Wegen zu bleiben und auch ihre Hunde angeleint bei sich zu halten. Dieses Wegegebot sollte zum Schutz der Bruten und Jungtiere aller Wildtierarten von März bis einschl. August eingehalten werden.

Kiebitze sind besonders geschützt und leider auch stark bedroht. In der neuen Roten Liste NRW wurde ihr Gefährdungsgrad soeben höher eingestuft (von „gefährdet“ auf „stark gefährdet“). Auch der Bestand in Gütersloh ist weiter gesunken. Bei der letzten Zählung im Jahr 2016 wurde mit 55 Brutpaaren im ganzen Stadtgebiet nur noch gut ein Drittel des Bestandes vor 25 Jahren vorgefunden. Diese Tendenz gilt leider auch kreis- und landesweit.

Das städtische Umweltamt hat daher auch 2018 wieder die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld damit beauftragt, diejenigen Bauern zu kontaktieren, auf deren Flächen Kiebitze brüten. In Absprache mit den Landwirten markieren sie dann die Gelege, um sie bei der Bodenbearbeitung verschonen zu können. Alle Landwirte werden herzlich gebeten, die Mitarbeiter der Biostation bei diesen Bemühungen zu unterstützen!

Bild: Die Männchen der Kiebitze (hier ein aufmerksam sichernder Vogel) sind vorrangig für das Vertreiben von Feinden zuständig. Foto: Bernhard Walter

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