Warschau/Emmerich (dpa) Nach dem spektakulären 6,5-Millionen-Euro-Coup im Zollamt Emmerich am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen) haben Ermittler in Polen drei weitere Tatverdächtige festgenommen. Die drei Männer seien in der vergangenen Woche in der Woiwodschaft Niederschlesien gefasst worden, teilte das Zentrale Ermittlungsbüro der polnischen Polizei am Mittwoch mit. Nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft befindet sich unter ihnen auch der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Rafal C., mit dem Pseudonym «Cadra». Alle drei Tatverdächtigen seien nach einem Gerichtsbeschluss in Untersuchungshaft gelandet. Bei dem Einbruch am Allerheiligen-Feiertag (1. November) 2020 hatten die drei Täter früh morgens eine Kellertür des Zollamtes aufgehebelt. Im Keller sollen sie von einem Nebenraum aus die Wand des Tresorraums mit einem schweren Kernbohrer durchbrochen haben. Das Geld trugen die Täter in mehreren «Safe-Bags» aus dem Tresorraum, ein vierter stand dabei laut den Ermittlungen Schmiere. Die Beute ist auch eineinhalb Jahre nach der Tat weiter verschwunden. Wie die Zeitung «Gazeta Wyborcza» berichtet, sollen alle drei jetzt Festgenommenen aus Zgorzelec stammen - wie auch die anderen vier Tatverdächtigen, die bereits im Mai festgenommen wurden. Die polnische Staatsanwaltschaft wirft Rafal C. die Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung vor, den beiden anderen Männern die Mitgliedschaft in einer solchen Vereinigung. Allen drei Tatverdächtigen wird außerdem noch Einbruch und Raub vorgeworfen. Nach Angaben der Behörde stehen auf diese Vergehen bis zu 15 Jahre Gefängnis. Einbruch am 1. November 2020
Bildnachweis: © Federico Gambarini/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Drei weitere Festnahmen nach Millionencoup in Emmerich
Ermittler in Polen haben drei Männer festgenommen, die unter dem Verdacht stehen, in den Tresorraum eines Zollamts in Deutschland eingebrochen zu sein. Die Beute bleibt verschwunden.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
Neueste Artikel
- 6. September 2026
Unfall mit Amazon-Frachtflugzeug am Flughafen Miami
Ein Frachtflugzeug des Online-Versandhändlers landet in Miami - doch kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.
- 6. September 2026
Zehn Tote bei Feuerwerksexplosion in Kirche in Mexiko
Ein Patronatsfest endet tödlich. Die Explosion beschädigt das Gelände einer Kirche in einer kleinen Gemeinde.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. September 2026
Unfall mit Amazon-Frachtflugzeug am Flughafen Miami
Ein Frachtflugzeug des Online-Versandhändlers landet in Miami - doch kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.
- 6. September 2026
Zehn Tote bei Feuerwerksexplosion in Kirche in Mexiko
Ein Patronatsfest endet tödlich. Die Explosion beschädigt das Gelände einer Kirche in einer kleinen Gemeinde.






