15. Januar 2026 / Allgemeines

DRK warnt: Deutschlandweit fehlen Blutspenden

Täglich werden 14.000 Blutspenden in Deutschland benötigt. Doch in den vergangenen Wochen wurden zu wenig gespendet.

Eine Blutspende kann bis zu drei Menschen helfe (Symbolbild).
Veröffentlicht am 15. Januar 2026 um 03:30 Uhr von dpa

Feiertage, Winterwetter und Krankheitswelle haben bundesweit zu einem deutlichen Rückgang der Blutspenden geführt. «Wir können den Kliniken zurzeit weniger liefern», sagte Stephan David Küpper, Pressesprecher für die DRK-Blutspendedienste, der Deutschen Presse-Agentur. Seit Anfang des Jahres sei die Situation angespannt. 

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wolle normalerweise genug Blutreserven haben, um die Versorgung im Notfall vier Tage lang aufrechterhalten zu können, erläuterte Küpper. Im Moment reiche die Versorgung bei einzelnen Blutgruppen aber nur für rund 1,5 Tage. 

Wer krank ist, soll nicht spenden

Die Gründe: Erst waren es seinen Angaben nach die Feiertage, nun können viele Menschen nicht zur Spende kommen, weil sie krank sind. «Das wirkt sich unmittelbar auf die Blutspende aus.» Menschen mit akuten Atemwegsinfektionen, etwa einer Grippe oder einer Erkältung, sollen nicht Blut spenden. Danach gilt den Empfehlungen des DRK zufolge eine Sperrzeit von ein bis vier Wochen. «Das verschärft die Probleme», sagte Küpper. Hinzu seien zuletzt Schnee, Eis und Kälte gekommen. Viele Menschen bleiben bei dem Wetter lieber zu Hause, anstatt zur Blutspende zu gehen. 

Die DRK hofft, dass sich das in den kommenden Tagen und Wochen ändert. Der DRK-Aufruf dürfte viele Menschen dazu bewegen, kurzfristig Termine zu buchen, meinte Küpper. Dadurch könne es bei der Vergabe zu längeren Wartezeiten kommen. Spendenwillige sollten sich davon nicht abhalten lassen. Wenn in den nächsten Tagen kein Termin frei sei, sei es umso wichtiger, auch erst in einigen Wochen zu kommen.

«Wir brauchen mehr Kontinuität bei den Spenden, sowas wie eine Blutspende-Routine.» Dann würde auch keine Schieflage wie jetzt entstehen, betonte Küpper.


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Griechenland: Social-Media-Verbot für U-15-Jährige kommt
Allgemeines

Ab 2027 ist für junge Menschen in Griechenland Schluss mit TikTok, Facebook, Instagram & Co: Für Jugendliche unter 15 Jahren soll es dann keinen Zugang mehr zu sozialen Medien geben.

weiterlesen...
Prozessbeginn um «Soester Horrorhaus» - weitere Beschuldigte
Allgemeines

In einem Wohnhaus in Soest in NRW soll eine Frau über Monate hinweg misshandelt und vergewaltigt worden sein. Zwei Männer und zwei Teenager stehen nun vor Gericht. Der Prozess beginnt unerwartet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Griechenland: Social-Media-Verbot für U-15-Jährige kommt
Allgemeines

Ab 2027 ist für junge Menschen in Griechenland Schluss mit TikTok, Facebook, Instagram & Co: Für Jugendliche unter 15 Jahren soll es dann keinen Zugang mehr zu sozialen Medien geben.

weiterlesen...
Prozessbeginn um «Soester Horrorhaus» - weitere Beschuldigte
Allgemeines

In einem Wohnhaus in Soest in NRW soll eine Frau über Monate hinweg misshandelt und vergewaltigt worden sein. Zwei Männer und zwei Teenager stehen nun vor Gericht. Der Prozess beginnt unerwartet.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner