Die Justizministerien der Länder sehen Drohnen in der Nähe von Gefängnissen als Sicherheitsrisiko. Selbst mit günstigen Einsteigermodellen könnten so nicht nur Fluchtmöglichkeiten ausgekundschaftet werden, teilte das bayerische Fachressort der Deutschen Presse-Agentur in München mit. «Sondern vor allem das Einbringen von Mobiltelefonen, Drogen oder Waffen stellen eine Gefahr für die Sicherheit unserer Justizvollzugsanstalten dar.» In Bayern wurden den Angaben zufolge bis Ende November sechs Drohnenflüge in der Nähe von oder über Justizvollzugsanstalten gesichtet. Im vergangenen Jahr war es demnach ein unerlaubter Überflug, 2020 waren es neun. In Nordrhein-Westfalen zählte das Justizministerium bis November acht Annäherungen oder Überflüge von Drohnen, wie ein Sprecher sagte (Vorjahr: zehn). In hessischen Gefängnissen sind die Fenster zusätzlich geschützt worden. Eine über dem normalen Gitter angebrachte Feinvergitterung solle verhindern, dass durch eine an das Haftraumfenster gesteuerte Drohne unerlaubt Gegenstände an Gefangene übergeben werden könnten, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit. Auch in anderen Bundesländern registrierten die Behörden Flüge in der Nähe von oder über Haftanstalten: In Hamburg zum Beispiel waren es bis Ende November zwei, in Baden-Württemberg vier, in Sachsen-Anhalt drei. In den Vorjahren habe es keine derartigen Vorkommnisse gegeben, teilte das Justizministerium in Magdeburg auf Anfrage mit. In Berlin und Hessen sind in diesem Jahr noch keine Drohnen gemeldet worden. Nordrhein-Westfalen hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Bund sich auf europäischer Ebene für die rechtliche Implementierung von sogenanntem «hartem Geo-Fencing» einsetzt. Das bedeutet, dass die Hersteller von Drohnen dazu verpflichtet werden, die Geräte mit einer Software auszurüsten, die die Drohnen technisch daran hindern, in gesperrten Luftraum zu fliegen. Für die Justizvollzugsanstalten und deren nähere Umgebung gilt bereits ein Überflugverbot.Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Drohnen über Gefängnissen: «Gefahr für Sicherheit»
Mit ihrer Hilfe können Handys, Drogen oder Waffen geschmuggelt oder die Lage ausgekundschaftet werden - Drohnen sind deshalb in der Nähe von Gefängnissen nicht erlaubt. Doch nicht alle halten sich daran.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 29. April 2026
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Für unser Team in Gütersloh und Bielefeld suchen wir ab sofort Verstärkung.
Neueste Artikel
- 17. Mai 2026
Wenn Feuerwehren umsonst ausrücken
Brandmeldeanlage können Leben retten und Betriebe vor hohen Schäden bewahren. Doch manchmal schlagen sie grundlos Alarm. Das bleibt nicht ohne Folgen.
- 17. Mai 2026
Traumwelt in der Manege - 50 Jahre Circus Roncalli
Artisten, Clowns und ganz viel Nostalgie: Eines der bekanntesten Zirkus-Unternehmen Deutschlands feiert Jubiläum. Gründer Bernhard Paul über den Geruch von Sägemehl und seinen Wunsch-Spielort.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. Mai 2026
Wenn Feuerwehren umsonst ausrücken
Brandmeldeanlage können Leben retten und Betriebe vor hohen Schäden bewahren. Doch manchmal schlagen sie grundlos Alarm. Das bleibt nicht ohne Folgen.
- 17. Mai 2026
Traumwelt in der Manege - 50 Jahre Circus Roncalli
Artisten, Clowns und ganz viel Nostalgie: Eines der bekanntesten Zirkus-Unternehmen Deutschlands feiert Jubiläum. Gründer Bernhard Paul über den Geruch von Sägemehl und seinen Wunsch-Spielort.






