Die Staatsanwaltschaft im italienischen Genua hat im Fall der 2018 eingestürzten Autobahnbrücke «Ponte Morandi» Anklage gegen 59 Beschuldigte und zwei Firmen erhoben. Dass es Probleme an der Brücke gab, hätte auch ein Rentner gesehen, zitierte der «Corriere della Sera» am Donnerstag einen Staatsanwalt aus der Anhörung am Mittwoch. Das Polcevera-Viadukt der Autobahn 10 in der norditalienischen Küstenstadt stürzte am 14. August 2018 ein, das Unglück forderte insgesamt 43 Todesopfer. Hunderte Menschen, die darunter wohnten, wurden obdachlos. Im August 2020 wurde ein Neubau namens San-Giorgio-Brücke eingeweiht. Den 59 Beschuldigten und zwei Firmen wirft die Justiz unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung sowie Verstoß gegen die Sicherheit im Straßenverkehr, Falschaussage und Unterlassung von Amtshandlung vor. In Medien kursierten Vorwürfe, Mängel an der Brücke seien ignoriert worden. «Wir Familienangehörigen warten mit Spannung darauf, dass der Weg weitergeht», schrieb die Vorsitzende einer Opfervereinigung am Donnerstag. Das Gefühl der Angehörigen sei, dass es um den Fall still geworden sei und die Schwere dessen, was geschah, unterschätzt werde. Dem «Corriere della Sera» zufolge hätten die Zivilparteien und die Verteidigung in den kommenden Tagen noch Gelegenheit, sich zu äußern. Zwischen Ende März und Anfang April müsse der Untersuchungsrichter nun entscheiden, welchen Beschuldigten der Prozess gemacht wird. Opfervereinigung: Es ist still geworden
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Einsturz der Morandi-Brücke 2018 - Anklage erhoben
Das Polcevera-Viadukt der Autobahn 10 in der norditalienischen Küstenstadt Genua stürzte 2018 ein, was 43 Menschen das Leben kostete. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage gegen 59 Beschuldigte.
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