3. Juli 2024 / Allgemeines

Entwarnung am Gardasee - Wasser wieder trinkbar

Wegen mehr als 1000 Virus-Erkrankungen machten sich die Leute am Gardasee Sorgen ums Sommergeschäft. Jetzt geben die Behörden Entwarnung. Ein Bürgermeister greift zu einer ungewöhnlichen Methode.

Am Gardasee, der bei Deutschen besonders beliebt ist, gab es einen schweren Ausbruch des Norovirus. Jetzt soll alles wieder in Ordnung sein. (Archivbild)
von dpa

Entwarnung am Gardasee: Die Gefahr weiterer Magen-Darm-Erkrankungen durch das Norovirus ist nach Einschätzung der italienischen Behörden gebannt. In der Gemeinde Torri del Benaco am östlichen Ufer von Italiens größtem See darf nun auch das Leitungswasser wieder getrunken werden. Bürgermeister Stefano Nicotra hob ein entsprechendes Verbot, das er wegen der Erkrankung von mehr als 1000 Einheimischen und Urlaubern erlassen hatte, wieder auf.

Die genaue Ursache des Virus-Ausbruchs ist allerdings nach wie vor ungeklärt. Bei mehreren Analysen wurde nach Angaben der Behörden aber festgestellt, dass das Trinkwasser in der Region aktuell keine Spuren des Norovirus enthält. Zuvor hatten mehr als 300 Menschen mit Symptomen wie Erbrechen, Übelkeit, Bauchkrämpfen und Fieber im Krankenhaus behandelt werden müssen. Andere mussten immer wieder zur Toilette oder auch zum Arzt.

In der auch bei deutschen Urlaubern sehr beliebten Region hatte der Ausbruch Sorgen ausgelöst, dass der Tourismus in der Hauptsaison schweren Schaden nehmen könnte. Die Verantwortlichen vor Ort bemühten sich, Urlaubern die Ängste zu nehmen: Der Bürgermeister der Gardasee-Gemeinde Brenzone, Paolo Formaggioni, trank sogar ein Glas Wasser direkt aus dem See. Anschließend wünschte er «Prost».

Wegen der Erkrankungen hatte die Gemeinde Torri del Benaco am Wochenende eine Verordnung erlassen, wonach kein Leitungswasser mehr getrunken werden durfte. Empfohlen wurde, Wasser im Supermarkt zu kaufen. In italienischen Zeitungen wird spekuliert, dass der Ausbruch mit dem aktuell sehr hohen Wasserstand des Gardasees nach heftigen Regenfällen zu tun haben könnte. Möglicherweise sei das Abwassersystem überlastet. Von offizieller Seite gab es dafür keine Bestätigung. 

Das hochansteckende Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. In der Regel klingen die Symptome nach einem halben Tag bis zwei Tagen wieder ab. 

 


Bildnachweis: © Daniel Reinhardt/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.

weiterlesen...
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Leseförderprojekt „Lies mit“ erreicht 20 Schulen im Kreis Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Bürgerstiftung unterstützt mit 30 000 Euro Projekt vom Zentrum für Bildung und Chancen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Chemikalie in Firma ausgetreten - BRK: 30 Menschen verletzt
Allgemeines

Eine Chemikalie wird freigesetzt, der gesamte Betrieb wird evakuiert. Trotzdem werden viele Menschen verletzt. Was die Rettungskräfte berichten.

weiterlesen...
Gesundheitsbehörde: Ebola-Ausbruch im Kongo
Allgemeines

Ebola-Fieber fordert erneut Leben in Zentralafrika, diesmal an der Grenze zu Uganda und dem Südsudan. Behörden und auch die Weltgesundheitsorganisation haben Sorge vor rascher Ausbreitung.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Chemikalie in Firma ausgetreten - BRK: 30 Menschen verletzt
Allgemeines

Eine Chemikalie wird freigesetzt, der gesamte Betrieb wird evakuiert. Trotzdem werden viele Menschen verletzt. Was die Rettungskräfte berichten.

weiterlesen...
Gesundheitsbehörde: Ebola-Ausbruch im Kongo
Allgemeines

Ebola-Fieber fordert erneut Leben in Zentralafrika, diesmal an der Grenze zu Uganda und dem Südsudan. Behörden und auch die Weltgesundheitsorganisation haben Sorge vor rascher Ausbreitung.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner