Niederländische Ermittler haben nach eigenen Angaben Hunderte verschlüsselte Telefone von Kriminellen geknackt. Die dabei entdeckten Informationen seien wichtige Beweise in Strafprozessen gegen das organisierte Verbrechen, teilt das Forensische Institut in Den Haag mit. Durch europäische Zusammenarbeit konnten dem Institut zufolge mehrere Software-Systeme geknackt werden. Die Ermittler beteiligten sich an dem europäischen Projekt Exfiles. Dabei arbeiten Ermittler und Unternehmen aus acht Ländern bei der Entschlüsselung von sogenannten Kryptohandys zusammen. Das sind Mobiltelefone mit einer besonderen Software, die Berichte, Gespräche und Fotos extra sichert. Vor allem Kriminelle nutzen diese Technik, um ungestört miteinander zu kommunizieren. Den Ermittlern war es etwa gelungen, ein Handy der mutmaßlichen Mörder des Reporters Peter R. de Vries zu entschlüsseln. Dadurch konnten Berichte gelesen werden, die schließlich zu weiteren Festnahmen führten. Der prominente Crime-Reporter war 2021 mitten in Amsterdam ermordet worden. Verantwortlich ist vermutlich eine berüchtigte Drogenbande.
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Ermittler knacken hunderte Handys von Verbrechern
In Verbrecherkreisen greifen viele zu sogenannten Kryptohandys. Sie verschlüsseln Daten - und damit Beweise - auf ungeahnte Weise. Doch Ermittlern ist nun ein Durchbruch gelungen.
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