22. April 2022 / Allgemeines

Nach Explosionen in Bergwerk: Rettungsaktion eingestellt

Nach dem Grubenunglück in Pniowek, bei dem fünf Menschen ihr Leben verloren, ist die Suche nach Verschütteten nun eingestellt worden. Wie geht es weiter?

Im polnischen Kohlebergwerk kam es zu einer erneuten Explosion.
von dpa

Zwei Tage nach einem Grubenunglück mit fünf Toten in einem Steinkohlebergwerk in Polen hat die Einsatzleitung die Suche nach sieben Verschütteten eingestellt. Dies sei eine sehr schwere Entscheidung, sagte der Chef der Betreiberfirma am Freitag nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Zuvor war es bei den Bergungsarbeiten erneut zu Methangas-Explosionen gekommen. Acht Retter wurden dabei verletzt, drei von ihnen schwer.

In dem Bergwerk im schlesischen Pniowek südlich von Kattowitz hatten sich am Mittwoch bereits zwei Methangas-Explosionen ereignet. Mehrere Bergleute und Retter wurden dabei verschüttet. Fünf Menschen konnten nur tot geborgen werden. Nach sieben weiteren Verschütteten wurde zunächst noch gesucht.

Bergungsteams hatten am Donnerstag versucht, eine Rohrleitung zum Unglücksort zu verlegen, um die Luft mit Sauerstoff anzureichern. Dabei habe sich die Atmosphäre unter Tage jedoch ganz plötzlich verschlechtert, sagte der Leiter des Einsatzzentrums. Als sich zwei Bergungsteams bereits zurückgezogen hätten, sei es zu der Serie von weiteren Explosionen gekommen. Nun soll der Teil der Grube, in dem sich das Unglück ereignete, von dem übrigen Bergwerk isoliert werden, um die anderen Mitarbeiter des Werks nicht zu gefährden.


Bildnachweis: © Zbigniew Meissner/PAP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...
„Sport im Park“ - Viele(s) in Bewegung gebracht
Sport in Gütersloh

Veranstaltergemeinschaft zieht positive Bilanz .

weiterlesen...

Neueste Artikel

Auto fährt in Bushaltestelle - Fünf Tote in Bratislava
Allgemeines

Ein Auto kracht in die Wartenden an einer zentralen Bushaltestelle in Bratislava. Der Fahrer war nach Polizeiangaben alkoholisiert. Politiker fordern nun hohe Strafen.

weiterlesen...
Regen-Oktoberfest geht zu Ende - 5,7 Millionen Besucher
Allgemeines

Nach zwei Jahren Coronapause gab es wieder ein Oktoberfest in München: Mit weniger Besuchern, aber auch deutlich weniger Einsätzen für Feuerwehr und Polizei.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Auto fährt in Bushaltestelle - Fünf Tote in Bratislava
Allgemeines

Ein Auto kracht in die Wartenden an einer zentralen Bushaltestelle in Bratislava. Der Fahrer war nach Polizeiangaben alkoholisiert. Politiker fordern nun hohe Strafen.

weiterlesen...
Regen-Oktoberfest geht zu Ende - 5,7 Millionen Besucher
Allgemeines

Nach zwei Jahren Coronapause gab es wieder ein Oktoberfest in München: Mit weniger Besuchern, aber auch deutlich weniger Einsätzen für Feuerwehr und Polizei.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner