3. Juli 2021 / Allgemeines

Höchste Alarmstufe: Sturm «Elsa» fegt auf Haiti zu

Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat in Teilen der Karibik Zerstörung verursacht. Nun hat «Elsa» sich abgeschwächt, bleibt aber gefährlich.

Infolge von Hurrikan «Elsa» ist ein Strommast auf ein Gebäude in Cedar Hills, St. Vincent, gestürzt.
von dpa

Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat sich in der Karibik abgeschwächt.

«Elsa» erreichte auf dem Weg zu der Insel Hispaniola, auf der die Dominikanische Republik und Haiti liegen, am Samstag nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC in Miami Windgeschwindigkeiten von maximal rund 110 Stundenkilometer. Trotz der Abschwächung warnten Behörden des Gebiets, durch das «Elsa» Richtung Florida bis Anfang der Woche möglicherweise ziehen wird, unter anderem vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen.

So rief Haiti am Samstag die höchste Alarmstufe aus, wie das «Haiti Press Network» unter Berufung auf den Zivilschutz des armen Karibikstaates berichtete. Zu den Maßnahmen gehörte demnach das Verbot von Flügen und Schifffahrten an die Südküste. Bewohner besonders gefährdeter Gebiete wurden aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Wegen der eskalierenden Bandenkämpfe in der Hauptstadt Port-au-Prince waren im Juni bereits Tausende Menschen in die Flucht getrieben worden.

«Elsa» hatte am Freitag an Kraft gewonnen und als Hurrikan der Stufe 1 von 5 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern in Teilen der Karibik Zerstörung verursacht. Auf Barbados ließ der Sturm Bäume und Strommasten umstürzen, wie die Katastrophenschutzbehörde DEM mitteilte. Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu Stromausfällen. Die Wasserversorgung für einen großen Teil der Insel sei zum Schutz der Ausrüstung vorsorglich unterbrochen worden. Am internationalen Flughafen Grantley Adams wurde vorübergehend der Betrieb eingestellt.

Noch ist unklar, mit welcher Intensität der Sturm sich im US-Bundesstaat Florida bemerkbar machen wird. Den Behörden in Miami bereiten unter anderem mögliche Auswirkungen auf die Rettungsarbeiten am Ort des Teileinsturzes eines Wohnkomplexes Sorgen.

Die Hurrikansaison im Atlantik dauert von Juni bis November. Im vergangenen Jahr fiel sie besonders intensiv aus. Die US-Klimabehörde NOAA rechnet in diesem Jahr erneut mit einer überdurchschnittlich starken Saison. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, führen Experten auf den Klimawandel zurück.


Bildnachweis: © Orvil Samuel/AP/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Horses for Heroes auf den Bethel athletics
Wusstest du das?

Integratives Sportfest mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

weiterlesen...

Neueste Artikel

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 696,5
Allgemeines

Das RKI registiert 98.669 Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages sind 103 Menschen an einer Erkrankung mit dem Virus gestorben. Die Datenlage ist weiterhin undurchsichtig.

weiterlesen...
Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm
Allgemeines

Was hat China im All vor? Derzeit treibt das Land den Bau der ersten eigenen Raumstation mit Hochdruck voran. Aus der amerikanischen Raumfahrtbehörde heißt es, dies sei militärische Strategie.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 696,5
Allgemeines

Das RKI registiert 98.669 Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages sind 103 Menschen an einer Erkrankung mit dem Virus gestorben. Die Datenlage ist weiterhin undurchsichtig.

weiterlesen...
Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm
Allgemeines

Was hat China im All vor? Derzeit treibt das Land den Bau der ersten eigenen Raumstation mit Hochdruck voran. Aus der amerikanischen Raumfahrtbehörde heißt es, dies sei militärische Strategie.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner