3. März 2022 / Allgemeines

Ex-Mitarbeiter soll Luxushotel angezündet haben

Ein ehemaliger Mitarbeiter im «Badischen Hof» in Baden-Baden wird verdächtigt, einen Brand gelegt zu haben. Der entstandene Schaden wird mit rund 75 Millionen Euro beziffert.

Die Feuerwehr löscht von Drehleitern aus das Hotel «Badischer Hof» (2021). Etwa 160 Gäste mussten vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden.
von dpa

Das Feuer im «Badischen Hof» in Baden-Baden mit einem Schaden von rund 75 Millionen Euro soll ein ehemaliger Mitarbeiter des Luxushotels gelegt haben. Der 36-Jährige sei mittlerweile im Ausland, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mit.

«Im Wege der Rechtshilfe hat die Staatsanwaltschaft Baden-Baden eine Vernehmung des Beschuldigten in seinem Heimatland veranlasst.» Der mutmaßliche Brandstifter soll in der Vergangenheit im Ausland schon ähnliche Straftaten begangen haben.

Der «Badische Hof» ist das älteste Palasthotel in Deutschland. Viele große Persönlichkeiten waren dort schon zu Gast. Das Hotel war nach der Übernahme durch eine Hotelgruppe renoviert und Mitte Juli vergangenen Jahres wiedereröffnet worden.

Hotel seit Feuer geschlossen

Der Großbrand hatte dann Anfang September in einem historischen, denkmalgeschützten Teil des Gebäudes erheblichen Schaden angerichtet. Polizei und Staatsanwaltschaft beziffern den Sachschaden inzwischen auf rund 55 Millionen Euro, davon etwa 50 Millionen am Gebäude und 5 Millionen am Inventar. Der Schaden durch den Betriebsausfall dürfte demnach bei zusätzlichen etwa 20 Millionen Euro liegen.

Rund 160 Gäste waren damals rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Die Ermittler hätten seither mehr als 200 Zeugen befragt sowie Spuren und Hinweise ausgewertet, teilten sie nun mit. Dabei habe sich der Verdacht auf Brandstiftung und gegen den Ex-Mitarbeiter erhärtet. «Auf der Gegenseite deutet aktuell nichts auf eine mögliche technische Ursache hin, die zu dem Brandausbruch geführt haben könnte.» Der «Badische Hof» ist seit dem Feuer geschlossen.


Bildnachweis: © Patrick Neumann/SWR/dpa
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