9. September 2023 / Allgemeines

Forscher sammeln neue Erkenntnisse zu Albino-Panda in China

Es ist ein bemerkenswertes Bild einer Fotofalle in der südwestchinesischen Provinz Sichuan: Dort streift ein Albino-Panda umher - Forscher beobachten das Tier seit Jahren. Warum ist es komplett weiß?

Dieses Infrarotkamerabild, aufgenommen mit einer Fotofalle, zeigt den Albino-Panda in der südwestchinesischen Provinz Sichuan.
von dpa

Chinesische Forscher haben neue Erkenntnisse zu einem seltenen Albino-Panda gesammelt. Ein DNA-Test habe ergeben, dass es sich bei dem schneeweißen Großen Panda um ein Männchen handele, berichteten chinesische Staatsmedien. Ein Experten-Team im Natur-Reservat Wolong in der südwestchinesischen Provinz Sichuan hatte Kot des Bären und sein Verhalten seit Mai 2019 untersucht. Zuvor hatte eine Fotofalle eine Aufnahme des Tiers eingefangen und damit für großes Interesse gesorgt.

Ein Außenseiter scheint der Bär durch sein ungewöhnliches Aussehen nicht sein. «Der weiße Panda hat positive Beziehungen mit anderen Individuen in dem Gebiet geknüpft», sagte Panda-Experte Li Sheng von der renommierten Peking Universität laut der Nachrichtenagentur Xinhua.

Forschung auf 2000 bis 3200 Metern Höhe

Vier Jahre lang untersuchten die Wissenschaftler den Berichten zufolge zudem das Fressverhalten des Albino-Pandas, seine möglichen Paarungs- und Kampf-Aktivitäten und wie er sein Revier markiert. Für ihre Arbeit mussten die Experten in den Lebensraum des Tieres in den Bergen auf 2000 bis 3200 Metern Höhe aufsteigen, was mitunter rund zehn Stunden dauerte.

Pandas haben normalerweise schwarz-weißes Fell. Bei dem Albino-Panda könnte also eine Stoffwechselstörung vorliegen. Bei Tieren und Menschen mit Albinismus ist die Bildung des Farbstoffes Melanin gestört. Haut, Haare oder Fell sind wegen des genetischen Defekts besonders hell.

In China gelten die Riesenpandas als Nationaltiere. Sie sind eine der am stärksten gefährdeten Arten der Welt. In den Reservaten um Wolong ist nach Angaben der Unesco etwa 30 Prozent der weltweiten Panda-Population zu Hause. In freier Wildbahn leben laut der Umweltschutzorganisation WWF etwas mehr als 1800 Große Pandas. Die Tiere sind Einzelgänger und ernähren sich hauptsächlich von Bambus.


Bildnachweis: © XinHua/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Osterfeuer nur mit Tradition
Stadt Gütersloh

Umschichten vor dem Entzünden ist Pflicht.

weiterlesen...
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Baustellen und Sperrungen

Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch

weiterlesen...
Streik: Stadtbusse bleiben drei Tage stehen
Stadt Gütersloh

Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 22. März, um 4 Uhr.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tag der Archive in Gütersloh am 9. Mai
Kreis Gütersloh

Stadt- und Kreisarchiv laden zum gemeinsamen Tag der offenen Tür mit Bücherflohmarkt und Führungen hinter die...

weiterlesen...
 61-Jährige bei frontaler Pkw-Kollision schwer verletzt
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Herzbrock-Clarholz (MK) - Am Dienstagmorgen (14.04., 07.35 Uhr) ereignete sich auf der Gütersloher...

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Justiz in Potsdam übernimmt Verfahren nach Fernandes-Anzeige
Allgemeines

Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.

weiterlesen...
Zeckensaison in Deutschland geht los
Allgemeines

Zecken gibt es überall in Deutschland, in Wäldern, Parks, Wiesen oder auf anderen Grünflächen. Wie viele Borreliose- und FSME-Fälle dieses Jahr bislang gemeldet wurden.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner