19. Juli 2022 / Allgemeines

Fynn Kliemann nicht mehr Chef im «Kliemannsland»

Fynn Kliemann hat mit dem «Kliemannsland» eine Art Abenteuerspielplatz in der niedersächsischen Provinz aufgebaut. Doch nach seiner Masken-Affäre gibt der Influencer einen Posten auf.

Fynn Kliemann im «Kliemannsland» (Archivbild).
Veröffentlicht am 19. Juli 2022 um 18:33 Uhr von dpa

Der in die Kritik geratene Influencer Fynn Kliemann ist laut Handelsregister und «Kliemannsland»-Impressum nicht mehr als Geschäftsführer des nach ihm benannten Event-Standortes tätig.

Dem Handelsregister zufolge schied Kliemann Mitte Juli gemeinsam mit drei weiteren Co-Chefs beim «Kliemannsland» im niedersächsischen Elsdorf-Rüspel aus. Als alleiniger Geschäftsführer verbleibt somit Bastian Ohrtmann. Zuerst hatte das Portal «Nord 24» berichtet.

Kliemann hatte vor Jahren den Event-Standort im niedersächsischen Ort Rüspel bei Bremen aufgezogen, es ist eine Art Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Es wird gebastelt, geschraubt, Musik gemacht - man kann Workshops buchen. Kliemann kennt man durch seine Do-it-Yourself-Clips auf Youtube, wo ihm Hunderttausende folgen.

Anfang Mai war Kliemann durch einen TV-Beitrag von Satiriker Jan Böhmermann in die Kritik geraten. Es ging um Verbindungen zu einer Textilfirma rund um das Geschäft mit Schutzmasken. Im Raum steht die Frage, ob die Produktionsherkunft - Asien statt Europa - bei Geschäften der Firma mit einem Großhändler im Jahre 2020 bewusst verschwiegen worden war. Kliemann und die Firma hatten sich dann unabhängig voneinander mehrmals zu Wort gemeldet und den kleinteiligen Fall erläutert. Kliemann hatte sich nach eigenen Angaben vor allem mit seiner Bekanntheit, seinem Namen und unentgeltlich dafür eingesetzt, dass in der Pandemie schnell Masken hierzulande auf Großhandelsebene organisiert werden.


Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
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