Die Bundesregierung durfte von Touristen eine Kostenbeteiligung für ihre Charter-Rückflüge am Anfang der weltweiten Corona-Pandemie verlangen. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin am Freitag. Es wies zwei Klagen von Familien ab, die diese Kostenbeteiligung nicht zahlen wollten. Die Pandemie sei ein Katastrophenfall, so das Gericht. Die Rückholung der Deutschen sei als Hilfeleistung erforderlich gewesen. Die von den zurückgeholten Reisenden verlangten Pauschalsummen für die Flüge seien zulässig und auch in der Höhe rechtens gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Berufung wurde zugelassen. Ab Mitte März 2020 brachte die Bundesregierung etwa 67.000 Menschen mit rund 270 Charterflügen zurück nach Deutschland. Das kostete rund 95 Millionen Euro. Die Reisenden unterschrieben, dass sie sich an den Kosten beteiligen. Für Flüge von den Kanaren und Nordafrika mussten sie später 200 Euro zahlen, aus dem südlichen Afrika und der Karibik kostete es 500 Euro, aus Südamerika und Asien 600 Euro und aus Neuseeland und Australien 1000 Euro. Die tatsächlichen Kosten für die Charterflüge waren pro Person zum Teil mehr als dreimal so hoch. Etwa 140 Touristen wollten die Zahlungsbescheide nicht akzeptieren und klagten. Das Urteil von Freitag gilt auch für sie.
Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gericht: Kostenbeteiligung an Rückholflügen war korrekt
Müssen Reisende, die die Bundesregierung zu Beginn der Corona-Pandemie weltweit zurückholte, sich an den Flugkosten beteiligen? Das Verwaltungsgericht Berlin fällte nun ein Urteil.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
Neueste Artikel
- 7. September 2026
Türkei bekämpft Waldbrand im südwestlichen Mugla
Starker Wind erschwert die Löscharbeiten beim Waldbrand in Mugla. Bereits drei Wohnhäuser und zahlreiche Tiere wurden evakuiert. Andernorts wurden Brände unter Kontrolle gebracht.
- 7. September 2026
Abschied von König Harald V.: So läuft die Beisetzung ab
Ganz Norwegen - und Europa - nimmt Abschied: Zum Begräbnis von König Harald V. reisen Royals und Staatschefs an, Tausende säumen die Straßen. Oslo steht vor einem historischen Kraftakt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. September 2026
Türkei bekämpft Waldbrand im südwestlichen Mugla
Starker Wind erschwert die Löscharbeiten beim Waldbrand in Mugla. Bereits drei Wohnhäuser und zahlreiche Tiere wurden evakuiert. Andernorts wurden Brände unter Kontrolle gebracht.
- 7. September 2026
Abschied von König Harald V.: So läuft die Beisetzung ab
Ganz Norwegen - und Europa - nimmt Abschied: Zum Begräbnis von König Harald V. reisen Royals und Staatschefs an, Tausende säumen die Straßen. Oslo steht vor einem historischen Kraftakt.






