19. August 2022 / Allgemeines

Gerichtsprozess gegen Ex-MDR-Unterhaltungschef beginnt

Der einmal so mächtige Fernsehmanager Udo Foht muss sich ein Jahrzehnt nach Bekanntwerden der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Es geht um Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung.

Foth war als Unterhaltungschef des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) tätig.
von dpa

Der frühere Unterhaltungschef des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Udo Foht, kommt mehr als zehn Jahre nach Bekanntwerden von Vorwürfen gegen ihn vor Gericht.

Das Landgericht Leipzig teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, dass der Prozess am 1. September beginne.

Der Skandal rund um den einst mächtigen Fernsehmanager in dem öffentlich-rechtlichen ARD-Sender kam 2011 ans Licht. Zusammengefasst standen damals Vorwürfe im Raum, dass es Filz und Geldschiebereien gegeben haben soll. Der MDR hatte ihm daraufhin gekündigt. Foht hatte sich damals nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ein Arbeitsprozess endete mit einem Vergleich.

Nach Angaben des Landgerichts wirft die Staatsanwaltschaft dem früheren TV-Manager im Tatzeitraum ab Februar 2008 Betrug, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit zum Nachteil verschiedener mutmaßlich Geschädigter vor.

Eigentlich hätte der Prozess schon 2018 beginnen sollen, wegen Krankheit war dieser aber abgesagt worden. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt für Foht die Unschuldsvermutung. Der Ex-Unterhaltungschef galt als ein wichtiger Förderer von Karrieren im Schlagershowgeschäft. Foht prägte über viele Jahre das Unterhaltungsprofil des MDR.


Bildnachweis: © Lukas Schulze/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hurrikan «Ian» richtet in Florida «historische» Schäden an
Allgemeines

Nach Sonnenaufgang zeigt sich nur allmählich, wie viel Verwüstung der Wirbelsturm «Ian» im südlichen US-Bundesstaat Florida hinterlassen hat. Gouverneur DeSantis spricht von einem nie dagewesenen Ausmaß.

weiterlesen...
Polnische Experten: Giftige Alge war Grund für Fischsterben
Allgemeines

Im Sommer setzte das große Fischsterben ein. Tonnenweise wurden tote Fische aus der Ober gefischt worden. Wie war es dazu gekommen?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hurrikan «Ian» richtet in Florida «historische» Schäden an
Allgemeines

Nach Sonnenaufgang zeigt sich nur allmählich, wie viel Verwüstung der Wirbelsturm «Ian» im südlichen US-Bundesstaat Florida hinterlassen hat. Gouverneur DeSantis spricht von einem nie dagewesenen Ausmaß.

weiterlesen...
Polnische Experten: Giftige Alge war Grund für Fischsterben
Allgemeines

Im Sommer setzte das große Fischsterben ein. Tonnenweise wurden tote Fische aus der Ober gefischt worden. Wie war es dazu gekommen?

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner