Sie ist kaum größer als ein Fingernagel, tiefschwarz mit einigen schneeweißen Flecken – und ohne Glockenblumen kaum überlebensfähig: Die Glockenblumen-Schmalbiene ist die «Wildbiene des Jahres 2026», wie das gleichnamige Kuratorium des Arbeitskreises Wildbienen-Kataster mitgeteilt hat. Sie zeige, wie sehr heimische Wildbienen auf passende Blüten und einfache Nistplätze angewiesen seien, heißt es zur Begründung. Nach Angaben des Naturschutzbunds (Nabu) Baden-Württemberg und des Stuttgarter Naturkundemuseums wird die Glockenblumen-Schmalbiene nur etwa einen Zentimeter groß. Weibchen sammeln Pollen fast ausschließlich an Glockenblumen. Daher reagieren sie besonders empfindlich auf den Verlust dieser Pflanzen. Das Kuratorium «Wildbiene des Jahres» hat die Biene mit dem fachwissenschaftlichen Namen Lasioglossum costulatum nach eigenen Angaben ausgewählt, um auf diese spezialisierte Art und ihre Lebensräume aufmerksam zu machen. Die Art lebt demnach vor allem an Waldrändern, Bahndämmen, Sand- und Kiesgruben, Mähwiesen, Magerrasen und blütenreichen Wegrändern, sofern dort genug Glockenblumen wachsen. Für ihre Nester braucht sie offene Bodenstellen mit sandigem oder löss-lehmigem Boden, etwa an kleinen Abbruchkanten. Helfen kann man laut Nabu mit heimischen Glockenblumen wie Knäuel-, Rapunzel- oder Rundblättriger Glockenblume sowie Berg-Sandglöckchen – im Beet, im Topf oder auf dem Balkon, kombiniert mit kleinen offenen Bodenflächen als Nistplatz. Glockenblumen sind für viele Arten von Wildbienen zentrale Nahrungsquellen. Verschwinden die Blumen aus Wiesen, Wegrändern und Gärten, verlieren diese Bienen ihren wichtigsten Pollenlieferanten, warnten Verband, Museum und Arbeitskreis. Die Wahl der Glockenblumen-Schmalbiene sei daher auch ein Signal, Glockenblumen gezielt zu fördern.Winzige Spezialistin für Glockenblumen
Lebensraum und Hilfe im eigenen Garten
Warum Glockenblumen so wichtig sind
Bildnachweis: © Nabu Baden-Württemberg/dpa
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Glockenblumen-Schmalbiene ist Wildbiene des Jahres 2026
Die neue Wildbiene des Jahres 2026 zeigt, wie wichtig Glockenblumen für heimische Arten sind. Was das für Wiesen, Gärten und Balkone bedeutet.
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