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Gütersloher Löschzüge und Werksfeuerwehren im Großeinsatz

Gütersloher Löschzüge und Werksfeuerwehren im Großeinsatz

Bei dem Großeinsatz wurden gleichzeitig drei Szenarien an drei Wohnhäusern geübt

Alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr und die beiden Werkfeuerwehren waren am Donnerstag an einer Gesamtübung beteiligt. Geübt wurde in drei Wohnblocks auf dem ehemaligen Flughafengelände. Alle Einsatzkräfte wurden zunächst im Bereich der Hauptzufahrt gesammelt und von dort gezielt zur Übung abgerufen. Erstmalig wurden drei gleiche Szenarien zeitgleich geübt. Dazu standen drei gleiche Wohnhäuser zur Verfügung. In jedem Übungsabschnitt wurden Kräfte verschiedener Löschzüge eingesetzt. Somit arbeiteten jeweils „fremde“ Einheiten zusammen. Es wurde jeweils ein Brandausbruch in einer Wohneinheit im 1. Obergeschoss der Gebäude simuliert. Dazu wurde das gesamte Obergeschoss mit Theaternebel verraucht. Je zwei Angehörige der Jugendfeuerwehr fanden sich als Bewohner, die aus dem verrauchten Bereich gerettet werden mussten.
                                           
Es ging dabei nicht um einen „Wettkampf“ der drei Gruppen, sondern es sollten die Zusammenarbeit der Einheiten und die jeweilige Vorgehensweise der Einsatzkräfte in den Gebäuden beobachtet werden. So musste aufgrund der „Verrauchung“ eine komplett mit Wasser gefüllte Schlauchleitung (Gewicht etwa 60-80 kg) vom Eingangsbereich in das Obergeschoss gezogen werden. Die kraftraubende und schweißtreibende Angelegenheit wurde von den vorgehenden Trupps unter voller Schutzkleidung und mit Atemschutzausrüstung gut bewältigt. Auch die Taktik des Absuchens der acht Wohneinheiten je Wohnblock sollte besonders beobachtet werden. „Bei nahezu Null-Sicht im Gebäude war es wichtig, eine eindeutige Vorgehensweise zu finden, um doppeltes Absuchen einzelner Räume ebenso zu vermeiden, wie das Auslassen einzelner Räume bei der Personensuche“, so Hans-Joachim Koch, Leiter der Feuerwehr Gütersloh. Die Personenrettung erfolgte in allen Gebäuden ohne Probleme und funktionierte.
 
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander und mit der jeweiligen Einheitsführung. Hier wurde eine sogenannte Kanaltrennung genutzt. Die Kräfte mussten dazu unmittelbar vor ihrem Einsatz ihre Funkgeräte auf unterschiedliche Funkkanäle schalten, was im Regelfall unüblich ist. So wurde vermieden, dass zu viele Kräfte gleichzeitig auf einem Funkkanal sprechen müssen. Bei der Sichtbehinderung im Gebäude kommt der Sprachverständigung eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere etwaige Notfallmeldungen einzelner Trupps müssen sicher gehört und zugeordnet werden können. Für diesen Fall stehen bei Atemschutzeinsätzen  Rettungstrupp bereit, um im Notfall sofort helfen zu können.
 
Abschließend steht nun die Auswertung der Übung durch die Beobachter an. Es folgt dann eine Nachbetrachtung, bei der aufgefallene Probleme sowie deren Lösung aufgezeigt werden. Der Dank der Feuerwehr geht an die BIMA für die Möglichkeit des Übens in den Objekten, die keine Folgenutzung haben, so dass entstehende Wasserpfützen im Objekt oder Schleifspuren von Schläuchen oder schwarzen Stiefeln in diesen Objekten unerheblich sind.

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