Bei der kontrollierten Sprengung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind im hessischen Hanau mehrere Häuser beschädigt worden. Nach Angaben der Stadt sind rund 60 Anwohner betroffen. Eine erste Einschätzung der Schäden laufe derzeit. Niemand sei verletzt worden, allerdings gebe es Sachschäden, teilte die Stadt mit. «Das Wichtigste ist: Allen Menschen geht es gut», sagten Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley (CDU). Die Druckwelle der Sprengung war laut Stadt so stark, dass einige Häuser jetzt Schäden aufweisen. Auch eine vorab aufgebaute Wand aus 15 Übersee-Containern zum Schutz der umliegenden Häuser, konnte die Schäden nicht verhindern. Zwei Statiker des Technischen Hilfswerks seien seit dem frühen Nachmittag im Einsatz und überprüften die strukturellen Auswirkungen der Sprengung. Bestimmte Bereiche blieben aus Gründen des Einbruchsschutzes weiterhin gesperrt. Die Art der Bombe ist nach Angaben des Regierungspräsidiums von den beteiligten Experten falsch eingeschätzt worden. «Wir sind von einer Brandbombe ausgegangen, es war letztendlich eine Sprengbombe», sagte der Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, Matthias Schaider. Die Bombe sei statt mit Phosphor mit Sprengstoff gefüllt gewesen. Man gehe jedoch davon aus, dass die Auswirkungen der Sprengung in jedem Fall gleich gewesen wären. «Entsprechend waren die Vorsichtsmaßnahmen genau die Richtigen.» Transportfähig sei die Bombe nicht gewesen, da der Zünder stark beschädigt gewesen sei. Für die Sprengung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Hanauer Stadtteil Großauheim hatten etwa 4.500 Menschen in einem Radius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle vor der Sprengung ihre Wohnungen verlassen müssen.Feuerwehr und THW prüfen Schäden und Auswirkungen
Anderer Bombentyp als erwartet
Tausende Menschen von Räumung betroffen
Bildnachweis: © Michael Bauer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Häuserschäden nach Bombensprengung in Hanau
Es sollte ein Routineeinsatz werden: Nun sind bei der kontrollierten Sprengung einer Weltkriegsbombe in Hanau mehrere Häuser beschädigt worden.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
Neueste Artikel
- 10. September 2026
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.
- 10. September 2026
Konten geplündert: Ex-Sparkassen-Mitarbeiter unter Verdacht
Ein früherer Sparkassen-Mitarbeiter aus Iserlohn soll sich über einen längeren Zeitraum illegal Geld von Kunden auf eigene Konten überwiesen haben. Auch Konten von Verstorbenen waren betroffen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. September 2026
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.
- 10. September 2026
Konten geplündert: Ex-Sparkassen-Mitarbeiter unter Verdacht
Ein früherer Sparkassen-Mitarbeiter aus Iserlohn soll sich über einen längeren Zeitraum illegal Geld von Kunden auf eigene Konten überwiesen haben. Auch Konten von Verstorbenen waren betroffen.






