Der grausige Fund von Leichenteilen in einem Hamburger Kanal gibt weiter Rätsel auf. Ein Angler hatte am Sonntag eine Tüte mit menschlichen Überresten aus dem Ernst-August-Kanal im Stadtteil Wilhelmsburg gefischt und die Polizei informiert. Taucher suchten bis zum Sonntagabend noch nach weiteren Leichenteilen im Wasser. Die Polizei bittet nun Zeugen, sich zu melden. Der Angler hatte die Polizei am Sonntagmorgen um 11.08 Uhr informiert. Zunächst habe er einen Frauenschuh aus dem Kanal unter einer Bahnbrücke gezogen, in dem sich mehrere Knochen befanden. Anschließend habe der Angler eine Tüte mit weiteren menschlichen Überresten an die Wasseroberfläche befördert. Nachdem er einen kurzen Blick darauf werfen konnte, versank die Tüte wieder. Über die Identität der Leiche konnte die Polizei am Montag keine Angaben machen. «Wir gehen jedoch davon aus, dass die Überreste dort schon länger gelegen haben könnten», sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft dauerten an. Weitere Erkenntnisse sollen nun die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben. Der Fall erinnert an eine Prostituierte, die unter dem Namen Rosa in Hamburg-St. Georg gearbeitet hatte. Sie war im Sommer 2017 getötet und ihr Körper zerstückelt worden. In den folgenden Wochen waren immer wieder Leichenteile verstreut in der Elbe und im Goldbekkanal entdeckt worden. Der Fall ist bis heute ungeklärt. Einen erkennbaren Zusammenhang mit dem Fund der Leichenteile in Wilhelmsburg gibt es nach Angaben der Polizei bislang jedoch nicht.
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Leichenteile in Hamburger Kanal - Polizei sucht Zeugen
Ein Angler macht einen grausigen Fund in einem Hamburger Kanal: Er zieht eine Tüte mit menschlichen Knochen aus dem Wasser. Rechtsmediziner untersuchen nun, um wen es sich handeln könnte.
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