6. März 2026 / Allgemeines

Høiby schickte mutmaßlichem Opfer Blumen zum Valentinstag

Die Beziehung von Marius Borg Høiby zu seiner Ex-Freundin ist Thema vor Gericht. Obwohl der norwegische «Bonusprinz» zugibt, sie geschlagen und gewürgt zu haben, kamen beide nicht voneinander los.

Marius Borg Høiby verstieß Hunderte Male gegen ein Kontaktverbot. (Archivbild)
von dpa

Marius Borg Høiby schickte seiner Ex-Freundin Blumen, rief sie an, traf sich heimlich mit ihr: Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit soll während der Ermittlungen gegen ihn Hunderte Male gegen ein Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin verstoßen haben. Die Frau ist zugleich mutmaßliches Opfer in dem Verfahren. Das berichtete die Zeitung «Verdens Gang» aus dem laufenden Prozess.Auslöser der Ermittlungen war ein Vorfall in der Wohnung der Frau Anfang August 2024. Dort war Høiby gewalttätig geworden, hatte die junge Frau gewürgt, ein Messer in die Wand geschmettert, einen Kronleuchter von der Decke gerissen und auf diesem herumgetrampelt. 

Trotz wiederholter häuslicher Gewalt, rasender Eifersucht und grober Beschimpfungen in der Beziehung blieb der Kontakt zwischen beiden bestehen. Zwischendurch brach die Frau den Kontakt ab. In einem Fall soll Høiby sie daraufhin 172 Mal angerufen und ihr geschrieben haben. 

Ex-Freundin wollte Besuchsverbot aufheben lassen

Im Dezember 2025 bat die Frau die Polizei laut Bericht selbst darum, das gegen Høiby verhängte Besuchsverbot aufzuheben. Dem wurde jedoch nicht stattgegeben. In den Monaten vor dem Start des Prozesses Anfang Februar hätten die beiden fast jeden Tag der Woche miteinander verbracht, sagte der 29-jährige Angeklagte laut «Verdens Gang» vor Gericht: «Wir haben sehr viel zusammen unternommen und uns Dinge ausgedacht, um uns zu beruhigen.» Sie hätten sich beide sehr vor dem Prozess gefürchtet, sagte er demnach. 

Während die Gerichtsverhandlung schon lief, schickte der «Bonusprinz» seiner Ex-Freundin nach eigenen Angaben zum Valentinstag über einen Freund Blumen und schrieb ihr einen Brief. Das gab er am Freitag vor Gericht zu. Mehrere Male kamen ihm bei seiner Aussage die Tränen. 

Mutmaßliches Opfer spricht über Wutausbrüche

Das mutmaßliche Opfer hatte in den vergangenen Tagen laut «Verdens Gang» vor Gericht erzählt, sie sei emotional sehr abhängig von Høiby gewesen. Wenn er wütend gewesen sei und unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden habe, habe er sich aber wie der «Hulk» benommen. Durch sein Verhalten hätten sich ihre Grenzen des Aushaltbaren immer weiter verschoben.


Bildnachweis: © Ane Hem/NTB/dpa
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