23. Dezember 2022 / Allgemeines

Himmelpfort: Viele Wunschzettel auch von Kindern aus China

Himmelsthür, Engelskirchen oder Nikolausdorf: Städte und Gemeinden mit solchen Namen erhalten viel Weihnachtspost. Himmelpfort bekommt die meisten Wunschzettel. Aber was wünschen sich die Kinder?

Der Weihnachtsmann im brandenburgischen Himmelpfort hat in diesem Jahr wieder Hunderttausende Weihnachtswünsche erhalten.
von dpa

Gesundheit für die Eltern, Geschwister und Großeltern, Frieden in der Welt, Schnee an Heiligabend: Der Weihnachtsmann im brandenburgischen Himmelpfort (Landkreis Oberhavel) hat in diesem Jahr wieder Hunderttausende Weihnachtswünsche von Kindern aus der ganzen Welt erhalten.

Insgesamt schickten die Kinder rund 310.000 Wunschzettel in die Weihnachtspostfiliale nördlich von Berlin - etwa 10.000 weniger als in den vergangenen beiden Jahren, wie die Deutsche Post mitteilte. Demnach waren darunter rund 16.000 Kinderbriefe aus 60 Ländern. Aus China wurden 9000 Briefe geschickt - so viele wie aus keinem anderen Land.

Mädchen wünschten sich laut Post am liebsten Spielfiguren und Puppen, Jungen hingegen wollten Spielzeugautos. Bei älteren Kindern standen Smartphones, Laptops und Spielekonsolen auf dem Wunschzettel.

Nach der Zahl der Briefe ist die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort die größte in Deutschland. Ähnliche Filialen gibt es aber auch in anderen Bundesländern - etwa Himmelsthür, Himmelpforten und Nikolausdorf in Niedersachsen, Himmelstadt in Bayern und Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Wie hat diese Tradition angefangen?

Die Geschichte der Weihnachtspostfiliale begann nach Angaben des Unternehmens im Jahr 1984. Zwei Kinder aus Berlin und Sachsen schickten Briefe nach Himmelpfort an den Weihnachtsmann. Eine Postmitarbeiterin beantwortete sie - und im Jahr darauf kamen bereits 75 Briefe an.

1995 stellte die Post zum ersten Mal zusätzliches Personal ein, um die Briefberge zu beantworten. Ziel der Aktion ist es, Kindern den besonderen Wert des Briefeschreibens in einer immer digitaler werdenden Welt nahe zu bringen.


Bildnachweis: © Gerald Matzka/dpa
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