1. Juli 2024 / Allgemeines

In der Schweiz gilt beim Sex ab sofort «Nein heißt Nein»

In Deutschland ist das Prinzip schon seit Jahren in Kraft. Nun legen auch die Eidgenossen den Begriff der Vergewaltigung weiter aus. Außerdem drohen Strafen für Kondom-Tricksereien.

Wer sich in der Schweiz über ablehnende Gesten hinwegsetzt, kommt mit dem Gesetz in Konflikt.
von dpa

In der Schweiz gilt ab sofort ein verschärftes Sexualstrafrecht. Nach dem Prinzip «Nein heißt Nein» liegen eine Vergewaltigung, ein sexueller Übergriff oder eine sexuelle Nötigung jetzt schon dann vor, wenn es gegen den Willen des Opfers zu entsprechenden Handlungen kommt. Als Ablehnung werden nicht nur Worte oder Gesten gewertet, sondern auch, wenn das Opfer aus Angst erstarrt.

Bislang lag eine Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung nach Schweizer Recht erst dann vor, wenn der Täter oder die Täterin das Opfer bedroht oder Gewalt ausgeübt hatte. In Deutschland ist eine ähnliche «Nein heißt Nein»-Regelung bereits seit 2016 in Kraft.

Nach dem geänderten Schweizer Recht ist auch das heimliche, nicht abgesprochene Abziehen eines Kondoms beim Sex verboten. Dem Bundesamt für Justiz in Bern zufolge wird diese Praktik im Gesetz zwar nicht explizit erwähnt, doch sie fällt unter den neu gefassten Paragrafen 190, mit dem Sex gegen den Willen eines Menschen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

 

 

 


Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

L757: Ausfall der Ampelanlage an der Kreuzung Verler Straße/Stadtring Sundern
Stadt Gütersloh

Pressemitteilung vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen.

weiterlesen...
Sieben Kinder, viele Talente und bald noch mehr Trubel
Stadt Gütersloh

Familie Baturin aus Friedrichsdorf ist im Rathaus empfangen worden – Anlass war die Ehrenpatenschaft des...

weiterlesen...
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Stadt Gütersloh

Migration und Integration von Menschen aus Mittel- und Südosteuropa.

weiterlesen...

Neueste Artikel

WHO: Europäer müssen besser vor Hitze geschützt werden
Allgemeines

Der WHO-Regionaldirektor ist in Berlin, um Maßnahmen zum Schutz vor der Hitzebelastung vorzustellen. Diese trifft mit zunehmendem Klimawandel immer mehr Menschen – gerade Ältere und Kranke.

weiterlesen...
Verletzte nach Busunfall nicht mehr in akuter Lebensgefahr
Allgemeines

Nach einem tragischen Busunfall in Oberbayern gilt es zu klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Dafür werden auch die Fahrzeuge untersucht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

WHO: Europäer müssen besser vor Hitze geschützt werden
Allgemeines

Der WHO-Regionaldirektor ist in Berlin, um Maßnahmen zum Schutz vor der Hitzebelastung vorzustellen. Diese trifft mit zunehmendem Klimawandel immer mehr Menschen – gerade Ältere und Kranke.

weiterlesen...
Verletzte nach Busunfall nicht mehr in akuter Lebensgefahr
Allgemeines

Nach einem tragischen Busunfall in Oberbayern gilt es zu klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Dafür werden auch die Fahrzeuge untersucht.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner