22. Mai 2021 / Allgemeines

Indien in Angst vor tödlicher Pilzkrankheit

Indien kämpft noch immer gegen eine heftige zweite Corona-Welle. Währenddessen breitet sich eine seltene Pilzerkrankung im Land aus - auch unter Corona-Patienten und -Patientinnen.

Medizinisches Personal arbeitet in einem Covid-19-Pflegezentrum in Neu Delhi. (Archivbild)
von dpa

Indiens Premierminister Narendra Modi hat vor der Verbreitung einer seltenen und tödlichen Pilzkrankheit unter Corona-Patientinnen und -Patienten gewarnt.

Dies sei eine weitere Herausforderung während der heftigen zweiten Corona-Welle, die sein Land gerade durchlebe, sagte der Politiker am Freitag. An Mukormykose kann erkranken, wer bestimmte Schimmelpilzsporen einatmet oder sie über eine Hautverletzung aufnimmt. Inzwischen haben mehrere indische Bundesstaaten insgesamt mehr als 5000 Fälle gemeldet, wobei aus etlichen Bundesstaaten keine Daten vorliegen.

Die Krankheit geht oft mit einer schwarzen Färbung der Nase einher und kommt besonders bei Menschen mit Diabetes oder einer Immunschwäche vor. Expertinnen und Experten befürchten auch, dass die Krankheit von Steroiden ausgelöst oder verschlimmert werden könnte, die bei der Behandlung von Corona-Patienten eingesetzt werden. In Indien werden Steroide und andere Medikamente oft übermäßig eingesetzt. Die Regierung kündigte an, dass Hersteller die Produktion des Medikaments zur Behandlung der Pilzkrankheit ausweiten würden. Es gebe zurzeit einen Mangel.

In den vergangenen 24 Stunden wurden in Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 259.000 Infektionen und 4209 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit gemeldet.


Bildnachweis: © Pradeep Gaur/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Leinen ab im Riegerpark
In Gütersloh entdeckt...

Langersehnte Hundewiese ist fertiggestellt.

weiterlesen...
Stadtring Nordhorn/ Carl-Bertelsmann Straße - Unfallbeteiligte gesucht
Polizeimeldung

Radfahrer stürzt nach einem Beinahezusammenstoß

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tod eines 16-Jährigen: Polizei-Bodycams waren nicht an
Allgemeines

Was passierte genau im Innenhof einer Jugendhilfeeinrichtung in Dortmund? Fünf Kugeln aus einer Polizeiwaffe trafen einen 16-Jährigen, der starb. Die Bodycams der Beamten waren aus.

weiterlesen...
Ein Toter, neun Schwerverletzte: Autonomes Auto beteiligt
Allgemeines

Schwerer Unfall in Baden-Württenberg, in den mehrere Fahrezuge verwickelt waren. Vier Rettungshubschrauber kamen unter anderem zum Einsatz. Für einen 32-Jährigen aber kam jede Hilfe zu spät.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tod eines 16-Jährigen: Polizei-Bodycams waren nicht an
Allgemeines

Was passierte genau im Innenhof einer Jugendhilfeeinrichtung in Dortmund? Fünf Kugeln aus einer Polizeiwaffe trafen einen 16-Jährigen, der starb. Die Bodycams der Beamten waren aus.

weiterlesen...
Ein Toter, neun Schwerverletzte: Autonomes Auto beteiligt
Allgemeines

Schwerer Unfall in Baden-Württenberg, in den mehrere Fahrezuge verwickelt waren. Vier Rettungshubschrauber kamen unter anderem zum Einsatz. Für einen 32-Jährigen aber kam jede Hilfe zu spät.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner