Nach der Massenpanik bei einer religiösen Versammlung in Indien steigt die Zahl der Toten weiter. Mindestens 121 Menschen - darunter mehr als 100 Frauen - sind offiziellen Angaben zufolge ums Leben gekommen. Auch mindestens sieben tote Kinder seien unter den Opfern. In den Krankenhäusern werden nach Angaben der örtlichen Regierung noch immer 35 Schwerverletzte behandelt. Schätzungen zufolge waren 150.000 Menschen dem Ruf eines selbst ernannten Gurus gefolgt. Die Gläubigen hatten sich am Dienstag im Norden Indiens zu Gebeten und einer Predigt versammelt, im Bezirk Hathras im Bundesstaat Uttar Pradesh. Es seien deutlich mehr Anhänger als erwartet gekommen, sagte die Polizei laut indischen Medien. Augenzeugen der Massenpanik berichteten, Menschen seien plötzlich aus einem überfüllten Zelt gestürmt, nachdem der Guru die Veranstaltung verlassen habe. Viele seien im dichten Gedränge ausgerutscht und übereinander in einen schlammigen Graben gefallen. Zahlreiche Opfer seien erstickt oder niedergetrampelt worden, teilte ein Beamter der örtlichen Verwaltung mit. Ermittlungen laufen derzeit, sagte ein Sprecher der örtlichen Regierung. Die Polizei fahnde auch nach Guru Bhole Baba. Am Tag nach der Massenpanik waren auf Fotos Ermittler und Spürhunde auf dem schlammigen Feld der Veranstaltung zu sehen. Ihre Arbeit wurde durch heftigen Regen erschwert. Bilder zeigten auch trauernde Angehörige. Unfälle bei religiösen Veranstaltungen sind in Indien keine Seltenheit, weil sich dabei oft große Menschenmengen auf engem Raum, auf schmalen Wegen oder Brücken versammeln. Bei einer Massenpanik bei einem religiösen Festival in Madhya Pradesh kamen 2013 mehr als 100 Menschen ums Leben. Zahlreiche Opfer erstickt
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Indien: Zahl der Toten steigt nach Massenpanik auf über 120
Babyflaschen und verschmutzte Kleidung liegen im Schlamm. In Indien hatte ein Guru zu einem religiösen Fest gerufen. Nun sind Dutzende Menschen tot, vor allem Frauen. Auch Kinder sind unter den Toten.
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