10. Februar 2022 / Allgemeines

Indisches Paar heiratet im virtuellen Schloss

Was kann man tun, wenn man seine Hochzeit größer feiern möchte als es die Coronabedingungen zulassen? Eine Möglichkeit ist, ins Internet auszuweichen.

Die Computeranimation zeigt die virtuelle Hochzeit von Janaganandhini Ramaswamy und Dinesh Kshatriya.
von dpa

Ein indisches Paar hat sein Hochzeitsfest in einem virtuellen Schloss gefeiert. Die Idee zu dieser Metaverse-Hochzeit kam Janaganandhini Ramaswamy und Dinesh Kshatriya, als die Behörden in ihrem Bundesstaat Tamil Nadu kürzlich neue Corona-Schutzmaßnahmen verkündeten.

Demnach hätten höchstens 100 Gäste teilnehmen können, aber die beiden wollten eine deutlich größere Hochzeit - so wie es in Indien üblich ist, wie sie indischen Medien berichteten.

Das Paar beauftragte ein indisches Blockchain-Startup, das ein virtuelles Schloss baute - vage inspiriert von Harry Potters Zauberschule Hogwarts, da die beiden Fans der Geschichten von J.K. Rowling seien, sagte Vignesh Selvaraj von der Firma. In das Schloss hätten sich rund 6000 Gäste als Avatare über das Internet einloggen, sich dort ähnlich wie bei einem Computerspiel bewegen, miteinander interagieren sowie Musik- und andere Darbietungen auf einer Leinwand anschauen können.

Zertifizierte Avatare des Brautpaars

Während eines Teils der Feier seien Braut und Bräutigam noch mit einer kleinen Offline-Feier beschäftigt gewesen, während im virtuellen Schloss animierte Versionen von ihnen mit den Gästen interagierten. Später hätten sie deren Kontrolle übernommen.

Die Avatare des Brautpaars hätten sie schließlich als NFTs verkauft, sagte Selvaraj. Ein Non-Fungible Token oder NFT (auf Deutsch etwa: nicht-austauschbare Wertmarke) ist ein digitales Echtheitszertifikat, das mit der Blockchain-Datenkette mit Verschlüsselungstechnik abgesichert und einzigartig ist. Die Beliebtheit der NFTs hat nicht nur in Indien zuletzt stark zugenommen.

Die Avatarkopien seien schnell auf einem virtuellen Marktplatz verkauft worden, berichte der örtliche Fernsehsender NDTV. Mindestens eine sei zunächst für rund 8,80 Euro (rund 750 Rupien) verkauft und kurz darauf für ein Zehnfaches weiterverkauft worden. NFT-Kritiker sehen in der Technik einen Hype, der schnell in sich zusammenbrechen kann.


Bildnachweis: © Vignesh/TardiVerse/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...
16 Stationen öffnen am Tag des offenen Denkmals
Veranstaltung

11. September: Viel Programm und Sonderführungen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Florida kämpft mit Schäden durch Hurrikan «Ian»
Allgemeines

Erst Kuba und Florida, nun South Carolina und bald andere Staaten an der Ostküste der USA: Hurrikan «Ian» hinterlässt viel Zerstörung - und ist noch nicht am Ende.

weiterlesen...
36-Jähriger in Dormagen erschossen - Zweite Leiche entdeckt
Allgemeines

In einem Kiosk in Dormagen fallen Schüsse. Menschen werden Zeugen der Erschießung eines 36-jährigen Mannes. Wenig später ist auch der mutmaßliche Schütze tot.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Florida kämpft mit Schäden durch Hurrikan «Ian»
Allgemeines

Erst Kuba und Florida, nun South Carolina und bald andere Staaten an der Ostküste der USA: Hurrikan «Ian» hinterlässt viel Zerstörung - und ist noch nicht am Ende.

weiterlesen...
36-Jähriger in Dormagen erschossen - Zweite Leiche entdeckt
Allgemeines

In einem Kiosk in Dormagen fallen Schüsse. Menschen werden Zeugen der Erschießung eines 36-jährigen Mannes. Wenig später ist auch der mutmaßliche Schütze tot.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner