Nur jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. In Ostdeutschland sind es sogar noch weniger, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen von Ende vergangenen Jahres mitteilte. Schlusslicht im Ländervergleich ist demnach Brandenburg mit einem Anteil der 15- bis 24-Jährigen von 8,8 Prozent. Davor liegen demnach Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, beide mit 9,1 Prozent. Das Niveau in allen fünf ostdeutschen Flächenländern liegt den Angaben zufolge unter dem deutschlandweiten Wert von 10,0 Prozent. Thüringen kommt demnach auf 9,2 und Sachsen auf 9,7 Prozent. Abgesehen vom Saarland (9,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (9,7 Prozent) sind nur ostdeutsche Flächenländer auf den untersten sieben Plätzen vertreten. Anteilig die meisten jungen Menschen gibt es den Angaben zufolge in den Stadtstaaten Bremen (11,1 Prozent) und Hamburg (10,5 Prozent). Dahinter liegen Baden-Württemberg (10,4 Prozent) und Hessen (10,3 Prozent). Der Stadtstaat Berlin kommt ebenfalls auf einen überdurchschnittlichen Wert (10,2 Prozent). Deutschlandweit handelt es sich laut Destatis um ein historisch niedriges Niveau, das seit Anfang der 2020er Jahre besteht. Demnach hatten junge Menschen den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, als die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer im jugendlichen Alter waren. Auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik sei 1983 jede sechste Person (16,7 Prozent) 15 bis 24 Jahre alt gewesen. Der Anteil junger Menschen in Deutschland lag leicht unter dem EU-Durchschnitt (10,7 Prozent), wie Destatis mit Verweis auf Angaben von Anfang 2025 und die EU-Statistikbehörde Eurostat erklärte. Ohne Eingewanderte und ihre Nachkommen wäre der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung den Statistikern zufolge in Deutschland noch kleiner. Bei der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil junger Menschen von 15 bis 24 Jahren demnach bei 8,5 und in der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte bei 12,2 Prozent. Der höhere Anteil sei aber auch darauf zurückzuführen, dass nur die seit 1950 Eingewanderten beziehungsweise ihre Nachkommen dabei betrachtet werden. Die Kinder der seit 1950 Eingewanderten seien strukturell jünger.Stadtstaaten mit mehr jungen Menschen
Mehr junge Menschen durch Einwanderung
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Jugendanteil an Bevölkerung bleibt gering – gerade im Osten
Historisch gesehen machen junge Menschen derzeit einen vergleichsweise kleinen Teil der Bevölkerung in Deutschland aus. Besonders klein ist der Anteil der Jugend laut Statistikern im Osten.
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