Eine Wölfin, die Ende Juli in einem Vorort von Thessaloniki ein Kind angefallen und verletzt haben soll, ist von Fachleuten der griechischen Umweltorganisation Callisto eingefangen worden. Das Tier ging in eine Spezialfalle, die von der Organisation aufgestellt worden war, wie Callisto mitteilte. Es sei nur 24,5 Kilogramm schwer, stark unterernährt und insgesamt in einem schlechten Zustand, weil ihm der linke Hinterlauf fehle und es an dieser Stelle eine offene Wunde habe. Am 30. Juli war das Kind in Polichni bei Thessaloniki von einem hundeartigen Tier angegriffen und ins Gesicht, in den Hals und in den Rücken gebissen worden, wie der Nachrichtensender ERTnews berichtete. Zunächst wurde gemutmaßt, es könne sich bei dem Angriff um einen Schakal gehandelt haben. Nun aber gehen Umweltorganisationen und die staatliche griechische Naturschutzbehörde davon aus, dass es die eingefangene Wölfin war, die seit Monaten immer wieder in bewohnten Gebieten im Nordwesten Thessalonikis bei der Nahrungssuche beobachtet wurde. Das Tier wurde ärztlich versorgt und der auf Bären und Wölfe spezialisierten Tierschutzorganisation Arcturos übergeben. Es soll in ein Wolf- und Luchs-Schutzzentrum nahe der nordgriechischen Stadt Florina gebracht werden. Ihm wurden Blutproben entnommen, um per Gentest festzustellen, ob es sich um jenes Tier handelt, das das Kind angegriffen hat. Nach der Attacke waren Proben von der Kleidung des Kindes sichergestellt worden. Wissenschaftler der Universität Thesaloniki können diese nun mit den genetischen Proben der Wölfin vergleichen. Angriffe gesunder Wölfe auf Menschen kämen selten vor, betonte Callisto; im betreffenden Fall aber sei es notwendig, die Wölfin aus der freien Wildbahn zu entnehmen, zumal sie verletzt sei und sich offenbar bei der Futtersuche in bewohntem Gebiet an Menschen gewöhnt habe. In Griechenland leben Schätzungen zufolge rund 1000 Wölfe, vor allem im Norden und in der Mitte des Landes.Bisse im Gesicht, am Hals, am Rücken
An Menschen gewöhnt
Bildnachweis: © Bernd Weißbrod/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kind angegriffen? Wölfin in Griechenland geht in Falle
Sie soll ein vierjähriges Mädchen verletzt haben - nun ging Tierschützern nahe Thessaloniki eine Wölfin in die Falle, von der angenommen wird, dass sie für die Attacke verantwortlich war.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Neueste Artikel
- 11. September 2026
Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.
- 10. September 2026
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. September 2026
Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.
- 10. September 2026
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.






