Nach der jüngsten Sturmflut ist die Steilküste an der nördlichen Spitze Rügens, am Kap Arkona, auf breiter Front abgebrochen. «Das sind mindestens 100 Meter», sagte Andreas Heinemann, Chef der dortigen Tourismusgesellschaft. Er schätze das Volumen auf etwa 15.000 Kubikmeter. Das sei aber nach einem Blick von der Seite nur schwer zu sagen. «Das ist ein riesiger Abbruch». Das Hochwasser habe das Kliff angegriffen. «Dann ist es unterhöhlt und irgendwann bricht es dann von oben runter.» Weitere Risse seien bereits zu sehen. «Da werden die nächsten Schichten abbrechen. Weil das Kap Arkona an sich ist ja eine Mischung aus Kreide, Sand und Lehm.» Der am Kap abgebrochene Sand trage wiederum zur Bildung von Stränden andernorts bei. Die Abbrüche hätten schon in der Vergangenheit die Insel geformt. «Das ist die natürliche Küstendynamik.» Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus warnte vor weiteren Küstenabbrüchen und Munitionsfunden. «Von Spaziergängen an den Steilufern, sei es an den Kliffkanten oder unterhalb der Steilküsten, rate ich dringend ab», wurde der SPD-Politiker am Mittwoch in einer Mitteilung zitiert. Sein Ministerium sei außerdem darüber informiert worden, dass die Sturmflut am Ostseestrand im Bereich des Naturschutzgebietes Riedensee bei Kühlungsborn und Bastorf Munitionsreste freigelegt habe. Menschen sollten diesen Bereich meiden.Warnung vor weiteren Küstenabbrüchen
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Kliff am Kap Arkona abgestürzt - Warnung vor Munitionsfunden
Die Steilküste an der nördlichen Spitze Rügens ist abgebrochen. Und weitere Risse seien bereits zu sehen.
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