Seit Queen Victoria ist der Buckingham-Palast das Symbol der britischen Monarchie. Charles' Großeltern harrten sogar während des deutschen Bombardements im Zweiten Weltkrieg dort aus. Doch König Charles III. will den klassizistischen Prachtbau in London nicht mehr bewohnen. Und das, obwohl das Schloss in den vergangenen Jahren aufwendig renoviert wurde. Wie aus dem diesjährigen Finanzbericht des Sovereign Grant hervorgeht, also dem staatlichen Topf für die Ausgaben der Royals, soll der Buckingham-Palast nach Abschluss der Renovierung im kommenden Jahr für zeremonielle Zwecke genutzt werden. Staatsbankette, Empfänge für Botschafter und andere Honoratioren sowie Ordensverleihungen wird es dort weiterhin geben. Nur ein tatsächlicher Wohnsitz wird das Schloss anders als noch bei Queen Elizabeth II. nicht mehr sein. Mit dem Ende der Bauarbeiten wird auch das Budget der Royals kleiner werden, wie es in dem Bericht weiter heißt. Der Sovereign Grant wird demnach in den kommenden fünf Jahren von zuletzt gut 132 Millionen Pfund (153 Millionen Euro) auf 99,9 Millionen Pfund (knapp 116 Millionen Euro) schrumpfen - nachdem er zuvor erheblich gewachsen war. Weiterhin wird ein großer Teil davon für den Erhalt der royalen Immobilien draufgehen. König Charles und seine Frau, Königin Camilla, wohnen schon seit langer Zeit im Clarence House gleich nebenan. Das hatten sie sich nach dem Tod von Queen Mum im Jahr 2002 nach ihrem Geschmack einrichten lassen - und später daran festgehalten. Im Buckingham-Palast werden sie auch weiterhin private Räume haben, die ein künftiges Königspaar auch wieder bewohnen könne, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den royalen Schatzmeister James Chalmers, den «Keeper of the Privy Purse». Immerhin London-Touristen dürfen sich freuen, denn wie aus dem Finanzbericht auch hervorgeht, soll der Palast noch stärker für Besucher zugänglich gemacht werden. Als erster britischer Monarch legte König Charles in diesem Jahr auch seine persönlichen Steuerzahlungen offen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, der Öffentlichkeit mehr Transparenz zu liefern. Seit seinem Amtsantritt als König nach dem Tod von Queen Elizabeth im Jahr 2022 zahlte Charles III. demnach mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern. Zu den privaten Einkommensquellen des Königs gehören unter anderem Erträge aus Investitionen und Einnahmen aus seinen privaten Anwesen wie Balmoral in Schottland. Auch das Herzogtum Lancaster (Duchy of Lancaster) verschafft dem Monarchen Jahr für Jahr ein Einkommen. Dabei handelt es sich um ein privates Portfolio aus Landbesitz, Immobilien und Investitionen. Charles zahlt freiwillig Einkommens- und Kapitalertragsteuer. Festgelegt ist dies im sogenannten Memorandum of Understanding on Royal Taxation 2023, das mit der Regierung vereinbart wurde.Erstmals private Steuern eines Monarchen veröffentlicht
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König Charles will nicht mehr im Buckingham-Palast wohnen
Für Hunderte Millionen wurde das Residenzschloss in London aufwendig renoviert. Nun ist es bald fertig und könnte wieder bewohnt werden. Doch Charles hat andere Pläne - und überrascht mit Offenheit.
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