Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden hat heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht: Bis zu 60 Meteore pro Stunde sollte man theoretisch entdecken können, manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 100 aus. Allerdings erschwerte ein Störfaktor das Erspähen: das helle Licht des noch fast vollen Mondes. Er stieg laut der Sternwarte im sächsischen Rodewisch zusammen mit dem Bereich, von dem die Perseiden aus auf die Erde zukommen, im Laufe der Nacht immer höher. Ihren Ursprung haben die Perseiden beim Kometen 109 P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt ihn auf ihrer Bahn um die Sonne und trifft dabei auf die von ihm verstreuten Teilchen. Diese verglühen dann als leuchtende Sternschnuppen, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Üblicherweise bleibe von den verglühenden Staubteilchen am Ende nichts übrig. Mit 60 Kilometer pro Sekunde Eindringgeschwindigkeit sind die Perseiden recht schnelle Meteore. Schon seit Monatsbeginn tauchen die Meteore am Nachthimmel auf, viele weitere wird man noch bis Ende August bei guter Witterung und am besten an einem möglichst dunklen Ort – also nicht in der Großstadt – erspähen können. Wie der Name sagt, scheinen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike. Der Komet 109 P/Swift-Tuttle selbst kommt nur alle 133 Jahre auf seiner Umlaufbahn wieder in unsere Region – das soll 2126 erneut der Fall sein. Seine Entfernung zur Erde soll dann laut der europäischen Raumfahrtbehörde Esa immer noch 22,9 Millionen Kilometer betragen. Swift-Tuttle wurde 1862 entdeckt und hat einen Kern von 26 Kilometern Durchmesser. Er ist nach Esa-Angaben damit zweieinhalbmal so groß wie der Asteroid, der die Dinosaurier auslöschte.Perseiden stammen vom Komet Swift-Tuttle ab
Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kosmisches Spektakel: Perseiden über Deutschland
Viele Wünsche frei: Hunderte Sternschnuppen aus dem Meteorschauer der Perseiden sind in der Nacht auf Mittwoch an unserem Himmel verglüht.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 31. März 2026
Osterfeuer nur mit Tradition
Umschichten vor dem Entzünden ist Pflicht.
- 10. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch
- 16. März 2026
Streik: Stadtbusse bleiben drei Tage stehen
Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 22. März, um 4 Uhr.
Neueste Artikel
- 14. April 2026
Sieben Festnahmen in Haiti nach tödlicher Massenpanik
Bei einem Vorfall auf einer Festung in Haiti kommen zahlreiche junge Menschen ums Leben. Die Nationalpolizei ermittelt.
- 13. April 2026
Gestrandeter Buckelwal hat Wasser in der Lunge
Das Schicksal des vor Poel gestrandeten Buckelwals beschäftigt viele Menschen. Gesundheitlich ist der Meeressäuger in schlechtem Zustand, atmet aber noch. Auch ein Gericht befasst sich mit dem Thema.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. April 2026
Sieben Festnahmen in Haiti nach tödlicher Massenpanik
Bei einem Vorfall auf einer Festung in Haiti kommen zahlreiche junge Menschen ums Leben. Die Nationalpolizei ermittelt.
- 13. April 2026
Gestrandeter Buckelwal hat Wasser in der Lunge
Das Schicksal des vor Poel gestrandeten Buckelwals beschäftigt viele Menschen. Gesundheitlich ist der Meeressäuger in schlechtem Zustand, atmet aber noch. Auch ein Gericht befasst sich mit dem Thema.






