Im Haus eines mutmaßlichen Reichsbürgers im Norden Baden-Württembergs haben Ermittler zahlreiche Kriegswaffen und nationalsozialistische Devotionalien gefunden. Der Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Andreas Stenger, sprach am Donnerstag unter anderem von begehbaren Waffenkammern und Reichsflaggen. Im Wohnzimmer habe ein Maschinengewehr gestanden, im Grunde habe sich überall Munition befunden. Zudem sei in dem Haus in Boxberg (Main-Tauber-Kreis) eine Cannabis-Plantage gewesen. Ein 54-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, weil er am Mittwoch auf einen Polizisten geschossen haben soll. Das habe der Mann auch eingeräumt, sagte der Leitende Mosbacher Oberstaatsanwalt Florian Kienle. Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit Körperverletzung und unerlaubten Besitzes einer Kriegswaffe. Sechs weitere bei dem Einsatz festgenommene Menschen, darunter zwei Frauen, seien wieder auf freien Fuß gekommen. Die Ermittlungen gegen sie liefen aber weiter. Wegen des politischen Hintergrunds stehe im Raum, dass der Generalbundesanwalt in Karlsruhe den Fall übernimmt.
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Kriegswaffen und Nazi-Devotionalien in Boxberg entdeckt
Im Haus eines mutmaßlichen Reichsbürgers haben Ermittler begehbare Waffenkammern und Reichsflaggen gefunden. Und das ist noch nicht alles. Ein 54-Jähriger wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.
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