17. November 2023 / Allgemeines

Kritik an Post zum Gaza-Krieg: Ai Weiwei betont Redefreiheit

Der chinesische Künstler hatte sich Berichten zufolge auf der Plattform X über den Einfluss der «jüdischen Community» geäußert. Der Beitrag wurde gelöscht. «Ich will kritisiert werden», sagt er jetzt.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei wurde nach einer Äußerung zum Gaza-Krieg heftig kritisiert.
Veröffentlicht am 17. November 2023 um 07:23 Uhr von dpa

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat nach einem umstrittenen Social-Media-Post zum Gaza-Krieg die seiner Ansicht nach uneingeschränkte Redefreiheit für Künstler verteidigt. «Ich ziehe keine Grenze», sagte Ai Weiwei am Donnerstagabend bei einer Vernissage in München. «Ich will kritisiert werden.»

Die Londoner Lisson Gallery hatte eine geplante Ausstellung zu Ai Weiwei diese Woche nach heftiger Kritik an der Äußerung des Künstlers gestoppt. Ai Weiwei hatte sich Berichten unter anderem britischer Medien zufolge in einem inzwischen gelöschten Tweet auf der Social-Media-Plattform X über finanziellen, kulturellen und medialen Einfluss der «jüdischen Community» geäußert.

Ai Weiwei: «Ich bin heute eine andere Person als gestern»

Auf die Frage, ob er den Tweet noch einmal posten würde, sagte der in Europa lebende Künstler der Deutschen Presse-Agentur bei der Veranstaltung: «Ich bin heute eine andere Person als gestern.» Der 66-Jährige sagte zudem: «Was sollte ich bedauern?» Im Interview hatte er zuvor betont, die Freiheit des Künstlers bedeute nicht, dass er Recht habe. «Ich könnte falsch liegen. Ich habe die Freiheit, falsch zu liegen.»

Anlass der Vernissage im Münchner Museum Lenbachhaus war eine am Donnerstagabend erschienene Sonderausgabe des Magazins der «Süddeutschen Zeitung» («Edition 46») mit Kunst Ai Weiweis. Das SZ-Magazin führte auch ein Interview mit dem Chinesen unter anderem zu seiner eigenen Verfolgungsgeschichte. Das Gespräch fand nach Angaben der Interviewerin schon im August statt.


Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kindesmissbrauch mit KI: Cyber-Ermittler vor neuen Problemen
Allgemeines

Täter nutzen frei verfügbare KI-Tools, um kinderpornografische Inhalte zu erstellen. Warum die Unterscheidung zwischen KI und echtem Missbrauch wichtig ist und welche Risiken es gibt.

weiterlesen...
Erkältung, Corona, Grippe – Saison der Infekte beginnt
Allgemeines

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert sich jährlich mit Grippeviren. Dazu kommen weitere Atemwegserkrankungen. Den Beginn machen die Erkältungsviren.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Kindesmissbrauch mit KI: Cyber-Ermittler vor neuen Problemen
Allgemeines

Täter nutzen frei verfügbare KI-Tools, um kinderpornografische Inhalte zu erstellen. Warum die Unterscheidung zwischen KI und echtem Missbrauch wichtig ist und welche Risiken es gibt.

weiterlesen...
Erkältung, Corona, Grippe – Saison der Infekte beginnt
Allgemeines

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert sich jährlich mit Grippeviren. Dazu kommen weitere Atemwegserkrankungen. Den Beginn machen die Erkältungsviren.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner