Die Einsatzkräfte vor der südschwedischen Ostseeküste ringen weiter damit, Umweltschäden durch das Öl einer auf Grund gelaufenen Passagierfähre zu begrenzen. 300.000 Liter Öl befänden sich schätzungsweise noch in den Tanks der weiterhin auf Grund stehenden «Marco Polo», teilte die schwedische Küstenwache am Freitag mit. Je mehr Zeit vergehe, desto größer werde das Risiko, dass sich die Schäden an der Fähre verschlimmerten und dies zu einem neuen Öl-Austritt führe, warnte die Behörde. Ein Plan für die Bergung sei noch nicht fertig. Die «Marco Polo» war am Sonntag mit rund 70 Menschen an Bord auf dem Weg zwischen den südschwedischen Städten Trelleborg und Karlshamn auf Grund gelaufen. Die Passagiere und ein Teil der Besatzung konnten das Schiff verlassen. Umweltschäden des Vorfalls sind bereits in der Region Blekinge sichtbar. Das ausgetretene Öl ist mittlerweile nicht mehr an der Wasseroberfläche sichtbar, was es schwieriger macht, es aufzufangen, bevor es Land erreicht. Die Küstenwache konnte nach eigenen Angaben bislang insgesamt 23.000 Liter Öl-Abfall auffangen. Gleichzeitig laufen Ermittlungen zum genauen Hergang des Vorfalls. Zwei Besatzungsmitglieder der «Marco Polo» werden nach Angaben der Küstenwache verdächtigt, fahrlässig gehandelt zu haben.
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Küstenwache: Risiko für Öl-Austritt von Ostsee-Fähre steigt
Eine Passagierfähre läuft vor der südschwedischen Ostseeküste auf Grund. Wie das passieren konnte, wird derzeit noch ermittelt. Doch es gibt ein dringenderes Problem: austretendes Öl.
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