23. Januar 2026 / Allgemeines

Lachgas-Verbot gilt ab 12. April

Lachgas ist zu einer riskanten Freizeitdroge geworden und bisher leicht zu bekommen. Dagegen wurden gesetzliche Schranken beschlossen. Jetzt ist klar, wann genau sie in Kraft treten.

Der Konsum von Lachgas ist gerade für Minderjährige mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden. (Symbolfoto)
Veröffentlicht am 23. Januar 2026 um 13:18 Uhr von dpa

Das bundesweite Verbot von Lachgas, das zusehends auch als Partydroge bei Kindern und Jugendlichen kursiert, greift ab dem 12. April. Das geht aus der Verkündung im Bundesgesetzblatt hervor. Untersagt werden dann Erwerb und Besitz für Minderjährige. Generell verboten werden der Online-Handel und der Kauf an Automaten. Beschränkt wird zudem die Verfügbarkeit chemischer K.o.-Tropfen, die als «Vergewaltigungsdroge» eingesetzt werden.

Das Gesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) war im Dezember auch vom Bundesrat gebilligt worden. Es sieht aber noch eine Übergangszeit von drei Monaten von der Verkündung bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln vor, um Umstellungen im Handel und an Automaten zu ermöglichen. 

Beschränkungen auch für K.o.-Tropfen

Hintergrund der Neuregelungen ist, dass der Konsum von Lachgas gerade für Minderjährige mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden ist, wie Warken deutlich gemacht hatte - etwa mit Bewusstlosigkeit bis hin zu bleibenden Schäden des Nervensystems. Häufig atmen Konsumenten Lachgas, also Distickstoffmonoxid (N2O), als euphorisierenden Stoff über Luftballons ein. Strikte Regeln kommen auch für die Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO). Sie sind als K.-o.-Tropfen bekannt, die in Getränke gegeben werden können.


Bildnachweis: © Annette Riedl/dpa
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